Bald bezugsfertig: Pragmatische Lösung für früheres Seniorenheim in Altenwalde
Ende März 2024 schloss das Seniorenheim "An der Schonung" in Cuxhaven-Altenwalde innerhalb weniger Tage seine Türen. Kurz danach stand die Immobilie zum Verkauf. Viele Nutzungsmöglichkeiten waren denkbar. Nun steht fest, wie es weitergeht.
Hals über Kopf mussten 24 Bewohnerinnen und Bewohner Ende März 2024 aus dem Seniorenheim "An der Schonung" in Altenwalde ausziehen. Kurz danach tauchte die Immobilie als Kaufobjekt auf mehreren Immobilienportalen auf. Viele Nutzungsmöglichkeiten waren denkbar.
Eigentümer verschafft dem Gebäude Perspektive
Es ist Hartmut Thomfohrde, der Eigentümer selbst, der der Immobilie die Perspektive verschafft hat. Und es sind weder Seniorenheim, Tagesfreizeitstätte, Freizeitheim, betreutes Wohnen, Frühstückspension oder Gästehaus geworden - alles Varianten, die in den Immobilienanzeigen als denkbar genannt worden waren: Vielmehr sollen zum 1. September auf dem rund 650 Quadratmeter großen Grundstück sechs moderne und barrierefreie Wohnungen bezugsfertig werden, die derzeit unter der Bauleitung seines Sohnes an der Karl-Peters-Straße entstehen.

Nur noch das ausgediente Schild der Senioreneinrichtung, das jetzt am Rande der Baustelle auf dem Boden liegt, erinnert an die frühere Verwendung, die - wenn es nach Hartmut Thomfohrde geht - auch noch länger hätte fortgesetzt werden können.
Im Jahr 2000 hatte der Geestländer das Objekt in Altenwalde zusammen mit seiner Frau als Bauherr errichtet. Bei einer Begehung festgestellte Brandschutz-Mängel hatten die Betreiberin der Einrichtung dann im März 2024 zu einer sofortigen Kündigung und Schließung bewogen - nach Ansicht Thomfohrdes zu übereilt, um ihm überhaupt die Gelegenheit für eine fristgerechte Behebung der Mängel zu lassen.
Aussehen und Funktion weitgehend verändert
Doch dieses Kapitel ist abgeschlossen und an die frühere Verwendung erinnert in dem Gebäude mittlerweile nicht mehr viel, seit das Verkaufsschild entfernt wurde und der Umbau aufgenommen worden ist. Es sind Wände entfernt, Fenster versetzt und die Bäder komplett modernisiert worden. Statt Pflegezimmern und Funktionsräumen befinden sich jetzt auf drei Etagen sechs Wohnungen mit einer Größe zwischen 75 und 87 Quadratmetern. Erschlossen werden sie durch den erhalten gebliebenen, bis in den Keller reichenden Fahrstuhl - so groß, dass früher ein Pflegebett hineinpasste.

"Auch die großen, rollstuhlgerechten Türen haben wir in den Wohnungen erhalten", berichtet Hartmut Thomfohrde. Er ist überzeugt davon, dass das Konzept überzeugen wird, weil es genau dem entspreche, was viele Menschen in Altenwalde suchten: nicht zu groß, barrierefrei, wenig Pflegeaufwand. Die oberen Wohnungen verfügen über französische Balkons (nur ein Gitter am bodennahen Fenster), unten will der Vermieter den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern eine Gartenbenutzung ermöglichen.
Die Wohnungen sind bereits mit maßgeschneiderten Einbauküchen ausgestattet und verfügen über große Abstellräume. Im Keller befinden sich weitere Platzreserven für die Miete sowie ein Fahrradabstellraum.

Nur eins wird im Ortsteil weiterhin schmerzlich vermisst, denn obwohl es Ideen gibt (zum Beispiel für das Grundstück der Verwaltungsstelle, dessen Zukunft jedoch noch vollkommen ungewiss ist), ist es derzeit nicht möglich, in Altenwalde stationär gepflegt zu werden.
Bewegung kommt auch in andere Projekte
Bewegung kommt jedoch in die Weiterentwicklung des Grundstücks an der Hauptstraße 51. Neben der früheren Volksbank-Filiale sind Bauernhaus und Scheune des früheren Hofs Fickbohm inzwischen komplett abgerissen. Am Montagmorgen haben dort Erdarbeiten begonnen; die Investorgesellschaft wird sich in Kürze zu ihren Plänen äußern. Es handelt sich um geförderten Wohnungsbau.
Unberührt davon ist die Zukunft der großen Fläche entlang der Straße Am Altenwalder Bahnhof. Dort sollen zunächst noch archäologische Untersuchungen fortgeführt werden. Einen neuen Ansatz vermeldete Ortsbürgermeister Ingo Grahmann kürzlich in der Ortsratssitzung für das frühere Neuber-Grundstück. Dort liegt eine Baugenehmigung für einen Neubau mit 17 Eigentumswohnungen vor; zu einem Baubeginn ist es bislang jedoch nicht gekommen. Nun soll die Stadt ihre Hilfe angeboten haben, um Eigentümer und Projektierer auf der Suche nach einer Alternative zusammenzubringen.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.