Die ganze Nacht über mussten die Kräfte der Wasser- und Bodenverbände aus Otterndorf dem Schaden auf den Grund gehen und die Leitung flicken. Fotos: Reese-Winne
Die ganze Nacht über mussten die Kräfte der Wasser- und Bodenverbände aus Otterndorf dem Schaden auf den Grund gehen und die Leitung flicken. Fotos: Reese-Winne
Rohrbruch nach Hydranten-Kontrolle

Cuxhaven: Altenwalder die ganze Nacht ohne Wasser

von Maren Reese-Winne | 26.10.2022

Cuxhaven-Altenwalde. Als erstes schlug das Wasserwerk Alarm: Eine außergewöhnlich hohe Abgabemenge - das konnte nicht normal sein. Und so war es dann auch.

Um 21 Uhr hatten die Anwohnerinnen und Anwohner im Altenwalder Heideweg am Dienstag plötzlich kein Wasser mehr. Ziemlich schnell war klar, dass sich hier ein ziemlich folgenschwerer Rohrbruch ereignet hatte.

Hydrant sollte winterfest gemacht werden

Zuvor hatten Feuerwehrleute dort einen Hydranten als Vorbereitung auf den Winter gewartet und dabei geöffnet, berichtet Torsten Heitsch, Geschäftsführer der zuständigen Wasser- und Bodenverbände in Otterndorf. "Das hat offensichtlich einen Schwachpunkt der Hauptleitung aufgedeckt", ergänzt Wassermeister Ralf Mues

Riesige Wassermengen ergossen sich aus der großen Rohrleitung auf den Altenwalder Heideweg. Noch bevor der Bereitschaftsdienst erreicht werden, machte sich der automatisch ausgelöste Alarm des Wasserwerks bemerkbar. "Da sind die Kollegen sofort losgefahren", erzählt Torsten Heitsch.

Und das alles ohne Handynetz

Das Ereignis geschah ausgerechnet während eines schon seit drei Tagen bestehenden Handynetz-Ausfalls der Deutschen Telekom, über die auch der Bereitschaftsdienst läuft. 

Als das Ausmaß des Schadens sichtbar wurde, war auch klar, dass das eine Nachtschicht für die eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten würde. Ralf Mues: "Der Altenwalder Heideweg mit seinem hohen Verkehrsaufkommen musste morgens wieder befahrbar sein." 

Erst nach 10 Uhr wieder Wasser

Natürlich sollte aber auch vor allem die Wasserversorgung der Haushalte wiederhergestellt werden. Große Erdmengen wurden bewegt. Erst zwischen 10 und 10.30 Uhr am Mittwoch konnten alle Betroffenen zu Hause wieder Wasser entnehmen.  Da waren aber die Arbeiten noch lange nicht beendet.

Offenkundig war, was ohnehin bekannt ist: dass die Leitungen in diesem Bereich nicht mehr die allerbesten sind. So bewerteten die Fachleute diesen Rohrbruch auch nicht unbedingt als außergewöhnliches Geschehen - aber doch zumindest eines, das sofortiges Handeln notwendig machte. 

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Maren Reese-Winne

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