Spaziergang im stürmischen Cuxhaven: Vorboten des herannahenden Sturmtiefs begleiten die Spaziergänger entlang der Küste. Foto: Francke
Spaziergang im stürmischen Cuxhaven: Vorboten des herannahenden Sturmtiefs begleiten die Spaziergänger entlang der Küste. Foto: Francke
Wind und Regen im Anmarsch

Cuxhaven erwartet Sturm "Joshua": "Schwerster Herbststurm des Jahres" kommt

von Bengta Brettschneider | 23.10.2025

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für Cuxhaven Regen und Sturmböen: Sturmtief "Joshua" bringt Starkregen und Orkanböen. Welche Auswirkungen in den kommenden Tagen zu erwarten sind. (Update am 23. Oktober)

Erst am ersten Oktoberwochenende hatte Sturm "Detlef" in Cuxhaven für Aufsehen gesorgt. Eine Sturmflut brachte das Wasser ungewöhnlich weit über die Kaikante, wie die Bilder auf cnv-medien.de eindrücklich zeigen - und das, obwohl der Wind vergleichsweise schwach blieb.

Sturmtief "Joshua"

Das Sturmtief, das nun den Namen "Joshua" trägt, wird für Donnerstag (23. Oktober) an der Küste erwartet. Meteorologe Sebastian Wache, unter anderem für den NDR tätig, warnte am Montag auf seinem Instagram-Profil eindringlich vor extremen Wetterbedingungen. Laut seiner Prognose, basierend auf dem ICON-Wettermodell, sind Orkanböen von bis zu 160 km/h über der Nordsee möglich. "Joshua" wird als "schwerster Herbststurm des Jahres" für Schleswig-Holstein eingestuft.

Orkanartige Böen erwartet

Am Donnerstag (23. Oktober) erreicht das Tief Norddeutschland von Westen; bereits am Morgen frischt der Wind an der Nordseeküste auf, mit Böen und Sturmböen um 65 bis 75 km/h. Dazu gibt es schauerartigen, teils kräftigen und gewitterartigen Regen bei Temperaturen um 13 Grad. In der Nacht zum Freitag (24. Oktober) intensiviert sich der Sturm weiter, stürmische Böen ziehen auf, an der Nordsee warnt der Deutsche Wetterdienst bereits vor orkanartigen Böen.

Update Wind und Regen Freitag (24. Oktober)

Am Freitag treten verbreitet stürmische Böen auf, vereinzelt auch Sturmböen (Bft 8/9). Im küstennahen Bereich der Nordsee sind schwere Sturmböen (Bft 10) zu erwarten, direkt an der Küste orkanartige Böen (Bft 11), vormittags vereinzelt sogar Orkanböen (Bft 12) aus West-Südwest. Die Windstärke 12 Beaufort entspricht einem Orkan mit über 120 km/h. Dabei kann es zum Entwurzeln von Bäumen kommen und man sollte sich nur bei Notwendigkeit draußen bewegen.

Starkregen beginnt ausgangs der Nacht auf Freitag im Umfeld der Nordsee und hält bis Samstagmorgen an. Wiederholt treten teils kräftige Schauer und kurze Gewitter auf, mit Niederschlagsmengen zwischen 20 und 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 12 bis 24 Stunden. Erst am Samstag (25. Oktober) entspannt sich die Lage allmählich. Das wechselhafte und windige Wetter setzt sich aber auch in der kommenden Woche fort.

Aktualisierung Fährverkehr (24. Oktober)

Aufgrund der vorhergesagten Wetterbedingungen entfallen sämtliche Fahrten der MS Nordlicht von Freitag (24. Oktober) bis einschließlich Sonntag (26. Oktober) zwischen Cuxhaven und Helgoland. Am Freitag finden auch keine Fahrten der MS Helgoland statt. 

Mit einer Sturmflut - so wie am ersten Oktoberwochenende - ist nach aktuellem Stand nicht zu rechnen. Foto: Reese-Winne

Sturmtief ab Donnerstag möglich

Von Donnerstag (23. Oktober) bis Sonnabend (25. Oktober 2025) könnte ein Sturmtief das Wetter bestimmen. Den DWD-Prognosen zufolge zieht das Sturmtief "Joshua" am Donnerstag von Westen herein. Den Höhepunkt der Wetterlage erwartet der Deutsche Wetterdienst am Freitag. Begleitet wird das Tief von reichlich Niederschlag: 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden sind prognostiziert.

Die genaue Intensität ist laut DWD noch offen. Der Mittelwind erreichte am Dienstag vier bis fünf Beaufort, mittags kurzzeitig sechs Beaufort - das entspricht Geschwindigkeiten von 39 bis 49 Kilometern pro Stunde. Für Freitag werden sechs bis sieben Beaufort erwartet, mit teils stärkeren Böen.

Auch an den Klippen Helgolands dürfte es stürmisch werden. Archivfoto: Brigitte Rauch

Keine Sturmflutwarnung für die Küste

Der Sturmflutwarndienst teilte am Dienstag mit, dass keine Sturmflutwarnung vorliegt. Am Mittwoch sollte das Hochwasser an der deutschen Nordseeküste und in Emden um 20 bis 40 Zentimeter über dem mittleren Hochwasser liegen. Im Weser- und Elbegebiet betrug der Anstieg lediglich bis zu 20 Zentimeter.

Einschränkungen im Fährverkehr

Wegen der aktuellen Witterung fielen am Dienstag (21. Oktober) alle Fahrten der "Nordlicht" zwischen Cuxhaven und Helgoland aus, teilte die Reederei Cassen Eils mit. Fahrgäste konnten die "Helgoland" nutzen (10.15 Uhr ab Cuxhaven, 16.15 Uhr ab Helgoland).

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Bengta Brettschneider

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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