Blick auf die Baugrube zwischen Franzenburger Weg (l.) und Hauptstraße. Foto: Reese-Winne
Blick auf die Baugrube zwischen Franzenburger Weg (l.) und Hauptstraße. Foto: Reese-Winne
Kampf gegen schlammige Flut

Cuxhaven: Kräfte bis 4 Uhr an Wasserrohrbruch in Altenwalde im Einsatz

von Maren Reese-Winne | 27.12.2023

Als Erstes bekam die Leitstelle der Berufsfeuerwehr der Stadt Cuxhaven am 2. Weihnachtstag zu spüren, dass etwas mit der Wasserversorgung in Altenwalde nicht stimmte. Bald stellte sich heraus: Eine wichtige Hauptleitung war gebrochen. 

Es war ein hartes Stück Arbeit, dem Problem bei widrigsten Wetterbedingungen zu begegnen. Am Mittwochmorgen aber konnten die betroffenen Haushalte allenfalls noch an einem Spucken des Hahns und der Leitungen die Nachwirkungen des Wasserrohrbruchs an der Hauptstraße, Höhe Köthnerweg/Franzenburger Weg spüren. Inzwischen hatte auch die Stadt über die Katastrophenschutzapp Biwapp Entwarnung gegeben.

Auswirkungen unterschiedlich deutlich

Um die Mittagszeit war am 2. Weihnachtstag in zahlreichen Haushalten im gesamten südlichen Altenwalde die Wasserversorgung zusammengebrochen. Als Erstes bekam dies die Leitstelle der Berufsfeuerwehr zu spüren, bei der sich die Anrufe häuften.

Kurz darauf lief die Facebook-Gruppe "Altenwalde" über mit Nachrichten voller Anfragen und Erfahrungsberichten (von "nur sehr wenig Druck bis "kein Tropfen mehr". Bis hin nach Oxstedt, Lüdingworth und Altenbruch waren Auswirkungen des Wasserrohrbruchs zu spüren.

Großer Höhenunterschied führte zu Sturzbach

Es stellte sich heraus, dass die durch den Ort in Richtung Nordholz verlaufende Hauptleitung gebrochen war. Sie liegt an einer delikaten Stelle direkt neben der Ampel Hauptstraße/Köthnerweg, wo es über eine Fußgängertreppe in den deutlich tiefer gelegenen Franzenburger Weg geht. Für Pkw ist die Straße dort eine Sackgasse. Die Firma Heitsch GmbH veröffentlichte bei Facebook ein Video, bei dem das mit großen Schlammmengen vermischte Wasser sturzbachartig den Hang herunterlief.

Wie nach einer Schlammschlacht

Am Tag danach waren die Überreste der buchstäblichen Schlammschlacht noch deutlich auf dem Franzenburger Weg und der Hauptstraße zu erkennen. In der großen Baugrube ragte das zersprungene Corpus Delicti empor. Noch spätnachts konnten Vorbeifahrende beobachten, wie die Fachkräfte mit Spezialgerät unter widrigsten Wetterbedingungen im Scheinwerferlicht im Einsatz waren. Für diese war der 2. Weihnachtstag somit gelaufen. Letztendlich dauerte es bis 4 Uhr, bis der Schaden behoben war.

Lob und Dank für die Einsatzkräfte

Von Nachbarn und Betroffenen gab es für die Einsatzkräfte, zu denen zwecks Absicherung auch die Berufsfeuerwehr gehörte, viel Lob und Anerkennung. Schließlich war es unter der Federführung des zuständigen Wasserverbands Land Hadeln bereits sehr früh gelungen, die Wasserversorgung über andere Leitungen wieder herzustellen, sodass zumindest für die anhängenden Haushalte das Fest gerettet war. 

Das Rohr konnte offensichtlich den Wassermassen nicht mehr standhalten. Foto: Reese-Winne

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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