Die Hermann-Allmers-Halle soll dem Schulneubau weichen. Gegenwärtig lässt die Stadt Cuxhaven untersuchen, wie sich der Raumbedarf der künftigen Gorch-Fock-Schule, aber auch Turnhalle und Kindertagesstätte auf dem Gelände, zu dem auch eine Grünfläche zählt, integrieren lassen. Foto: Koppe
Die Hermann-Allmers-Halle soll dem Schulneubau weichen. Gegenwärtig lässt die Stadt Cuxhaven untersuchen, wie sich der Raumbedarf der künftigen Gorch-Fock-Schule, aber auch Turnhalle und Kindertagesstätte auf dem Gelände, zu dem auch eine Grünfläche zählt, integrieren lassen. Foto: Koppe
Geplanter Neubau

Cuxhavener Gorch-Fock-Schule: Büro prüft künftigen Schulstandort

von Kai Koppe | 26.05.2025

Die Stadt Cuxhaven treibt die Schulentwicklungspläne voran. Auf Anfrage von CNV-Medien äußerte sich die Stadtverwaltung zum derzeitigen Sachstand.

Den erhaltenen "politischen Auftrag" setze man derzeit um, heißt es aus dem Rathaus. Dort beschrieb die Stadtverwaltung aktuell, wie es mit einer viel beachteten Schulstandortlösung vorangeht. Die sieht bekanntlich vor, dass Schülerinnen und Schüler der Gorch-Fock-Grundschule ein neues Domizil im Bereich der heutigen Hermann-Allmers-Halle erhalten.

So hatte es der Rat im vergangenen Jahr in seiner Dezember-Sitzung beschlossen. Gleichzeitig war Oberbürgermeister Uwe Santjer von den Delegierten beauftragt worden, dafür zu sorgen, dass mit der Schulfrage zusammenhängende Planungen und Verhandlungen nicht nur unverzüglich beginnen, sondern auch prioritär umgesetzt werden.

Mehr als ein Schulhaus: Vorgesehen ist ein Dreiklang

Nach den Worten von Marcel Kolbenstetter, Pressesprecher der Stadt Cuxhaven, kommt man im Rathaus diesen Maßgaben nach. Inzwischen sei ein externes Beratungsunternehmen beauftragt worden, welches die von der Politik formulierten Erfordernisse mit den Gegebenheiten auf einer städtischen Fläche in der Hermann-Allmers-Straße abgleicht. Die dort befindliche gleichnamige Halle, die seit Längerem als abgängig gilt, soll (wie berichtet) abgerissen werden. Eine so entstandene Freifläche, der eine südlich angrenzende Wiese zugeschlagen wird, bildet dann den Baugrund - nicht nur für das geplante Schulgebäude, sondern auch für eine dreigruppige Kindertagesstätte nebst Krippe und (nach Möglichkeit) für eine Doppelturnhalle.

Das Beratungsbüro untersuche, wie dieser Dreiklang vor Ort umgesetzt werden kann. Kolbenstetter sprach im selben Atemzug auch davon, dass sich sein Haus mit Lehrkräften und der Gorch-Fock-Schulleitung abgestimmt habe. "Man ist sich einig darüber, was man braucht", so der Stadtsprecher, der davon sprach, dass die eingesetzten Gutachter ihre Arbeit voraussichtlich Ende des kommenden Monats abschließen werden. In der Schulausschusssitzung am 2. Juli - so der Plan - sollen ihr Fazit vorgestellt werden.

Der erwartete Rechenschaftsbericht soll offenbar auch die Grundlage für weitere Verhandlungen mit der Kreisverwaltung bilden. Nachdem klar ist, dass die Grundschüler ausziehen werden (und Mittelschüler also "alleine" in der Rathausstraße verbleiben) sieht die nach einer jahrelangen Hängepartie getroffene politische Lösung des Schulproblems vor, dass die Stadt dem Landkreis (Schulträger für Sekundarstufe I und II) das bislang in ihrem Besitz befindliche Bleickenschulgebäude zum Kauf anbietet.

Kreis bestätigt: "Mit der Stadt im Gespräch"

"Zu einem angemessenen Kaufpreis", heißt es dazu im Ratsbeschluss. Geht es nach der Ratspolitik, wird dieser Preis deutlich über dem heutigen Buchwert des in den Jahren 1928 bis 1932 erbauten Bleick-Max-Bleicken-Hauses liegen. In der Vergangenheit war mehrfach die Rede davon gewesen, dass der Kreis - er spart bei diesem Deal immerhin die Baukosten für einen (teureren) Oberschul-Neubau - den Cuxhavenern so weit entgegenkommen müsste, dass die Stadt anschließend aus eigener Kraft "in der Lage" sei, die Baukosten für einen mit circa 20 Millionen Euro zu Buche schlagenden Grundschulneubau zu stemmen.

Welche Vorstellungen der Landkreis in der Preisfrage vertritt, bleibt abzuwarten. Eine Sprecherin betätigte Ende vergangener Woche, dass Kreis- und Stadtverwaltung im Hinblick auf die Schullösung im Gespräch stehen. Öffentlich ins Detail gehen will man im Kreishaus aber nicht vor dem oben genannten Juli-Termin.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Kai Koppe
Kai Koppe

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

kkoppe@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Brückenplanung sorgt für Diskussion

Hafenzubringer in Cuxhaven: Altenbruch fürchtet um wichtige Verkehrsverbindung

von Kai Koppe

Wie wird sich die Hafenenwicklung lokal auswirken? Im Ortsrat ging es schwerpunktmäßig um die Zukunft der Alten Marsch als traditionelle Ost-West-Achse.

Urlauber reisen in den Norden

Neue Zahlen zum Tourismus: Cuxhaven zieht immer mehr internationale Besucher an

von Kai Koppe

Immer mehr Urlauber aus dem Ausland entdecken Cuxhaven für sich. Neue Zahlen zeigen, aus welchen Ländern besonders viele Gäste an die Nordsee reisen - und welche Nationen im Ranking vorne liegen.

Geschichte der Panzergrenadiere 

Aus alten Zeiten in der Altenwalder Kaserne: Mit der Wende war Schicksal besiegelt 

von Maren Reese-Winne

Bis bekannt ist, was aus der früheren Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Altenwalde wird, beschäftigen wir uns mit ihrer Geschichte - heute mit dem Panzergrenadierbataillon 73, das bis zum Jahr 1980 noch anders hieß.  

Mutiges Theater

Im Stadttheater Cuxhaven sorgt "Sieben Wege, Kylie Jenner zu töten" für Irritation

von Bengta Brettschneider

Im Stadttheater Cuxhaven zeigt "Sieben Wege, Kylie Jenner zu töten" ein Stück über Rassismus, Social Media und Ungerechtigkeit. Die Hauptfigur Cleo provoziert, schockiert und zwingt das Publikum, die eigenen Grenzen zu hinterfragen.