Eine Fusion, die für strahlende Gesichter sorgt, gibt es auch nicht alle Tage. Hier die Geehrten der Feuerwehren aus Stickenbüttel und Duhnen mit Mitgliedern der Verwaltung und Regierungsbrandmeister Thomas Friedhoff (2.v.r.). Foto: Reese-Winne
Eine Fusion, die für strahlende Gesichter sorgt, gibt es auch nicht alle Tage. Hier die Geehrten der Feuerwehren aus Stickenbüttel und Duhnen mit Mitgliedern der Verwaltung und Regierungsbrandmeister Thomas Friedhoff (2.v.r.). Foto: Reese-Winne
Von beiden Seiten vorangetrieben

Meilenstein für Feuerwehr in Cuxhaven: Duhnen und Stickenbüttel jetzt zusammen 

von Maren Reese-Winne | 22.04.2024

Wenn es Menschen im Watt und im Wasser zu retten gilt, werden die Feuerwehrleute aus zwei Cuxhavener Ortswehren schon seit Jahren gemeinsam alarmiert. Nun ist auch die Fusion der beiden Ortsfeuerwehren besiegelt. 

Oberbürgermeister Uwe Santjer nannte es "einen bedeutsamen Tag für das Feuerwehrwesen in Cuxhaven": Die lange vorbereitete Fusion der Freiwilligen Feuerwehren Duhnen und Stickenbüttel wurde am Dienstag mit den nötigen Ratsbeschlüssen besiegelt. Die neue Ortsfeuerwehr trägt den Namen Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven - Duhnen-Stickenbüttel.

Bereit, auch ein Stück Heimat aufzugeben

Uwe Santjer dankte den zahlreich erschienenen Feuerwehrleuten insbesondere für das reibungslose Vorgehen: "Vielen ist nicht bewusst, was wir heute beschließen. Damit wird auch ein Stück Heimat aufgegeben." Und das sei bedeutsam im Hinblick drauf, dass die Wehren bereits 1928 und 1929 gegründet worden seien.

Mit dem jeweils einstimmigen Auflösungsbeschluss am 17. Februar hätten die Wehren auch die Einsatzbereitschaft sichergestellt. Zudem zeichne das soziale Miteinander die Beteiligten aus, was sich vor allem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der gemeinsam gegründeten Abteilung äußere. "Kompliment und gut, dass wir Euch haben", sagte der Oberbürgermeister.

Dem Einzug ins neue Gerätehaus vorgegriffen

Bereits seit November 2017 führen die beiden Wehren gemeinsame Übungsabende und andere Veranstaltungen durch. Seit 2019 werden sie zusammen alarmiert und bilden übergreifend die Watt- und Wasserrettungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven. Die eigentlich erst für den Einzug ins neue gemeinsame Gerätehaus vorgesehene Fusion wurde aufgrund personeller Probleme in Stickenbüttel jetzt vorgezogen.

Ämter neu verteilt

Einige Personalien waren mit dem offiziellen Akt verbunden. So entließ der Rat zunächst Matthias Dirr aus dem Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Stickenbüttel und ernannte danach  Dirk von Kroge zum Ortsbrandmeister sowie Martin Schnäckel zum stellvertretenden Ortsbrandmeister und  Karen Brütt zur stellvertretenden Ortsbrandmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Duhnen-Stickenbüttel. Natürlich  unter dem Applaus der Anwesen, unter denen sich auch der Regierungsbrandmeister der Polizeidirektion Oldenburg, Thomas Friedhoff, befand. Die von ihm überreichte Urkunde dürfte der erste Einrichtungsgegenstand des neuen Feuerwehrgerätehauses im Fort Thomsen werden.

Auszeichnung für Burkhard Probst

Eine beeindruckende Kulisse gab es auch für Burkhard Probst, der nun den Titel "Ehrenstadtjugendfeuerwehrwart" führt. Seit 1994 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven-Altenbruch, war er von 2010 bis 2023 als Stadtjugendfeuerwehrwart. "Er hat sich insbesondere für den Aufbau und die Weiterentwicklung der Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet, aber auch als Delegierter für die Kreisjugendfeuerwehr über die Stadtgrenzen hinaus eingesetzt", hieß es in der Ansprache.

Burkhard Probst (3.v.l.) wirkte 23 Jahre als Stadtjugendfeuerwehrwart. Auf Vorschlag des Stadtkommandos wurde er jetzt durch den Rat zum Ehren-Stadtjugendfeurwehrwart ernannt. Foto: Reese-Winne

Jugendlichen Zeit geschenkt

"Du hast ihnen die Zeit geschenkt, die es woanders oft nicht gab; immer vorneweg, wenn es etwas zu organisieren  galt", wandte sich Uwe Santjer an Burkhard Probst und zum Beispiel erinnerte an zahlreiche für die Jugendlichen sehr bedeutsame Zeltlager und Wettkämpfe.

Feuerwehrgerätehäuser besser schützen

Auch der letzte Punkt der Tagesordnung berührte Belange der Feuerwehr. Dafür übergab Ratsvorsitzender Michael Stobbe an seinen Stellverteter Herbert Kihm, um selbst in die Überlegungen einzuführen. das durch das Feuer bei der Freiwilligen Feuerwehr Cappel und ein Einbruch in ein Cuxhavener Gerätehaus ausgelöst wurden. Das Dauerladen der Akkus in den Fahrzeugen berge die ständige Gefahr technischer Defekte und so entstehender Brände, so Michael Stobbe. Wie die Verwaltung mit Rauchmeldern und Einbruchsmeldeanlagen Schäden abwenden kann, soll nun in den Ausschüssen besprochen werden.

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

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