Der Kadaver eines vermutlich jungen Buckelwals wurde nahe der Baustelle der Liegeplätze entdeckt. Das Veterinäramt untersucht den Vorfall. Foto: Miersch
Der Kadaver eines vermutlich jungen Buckelwals wurde nahe der Baustelle der Liegeplätze entdeckt. Das Veterinäramt untersucht den Vorfall. Foto: Miersch
Gestrandeter Buckelwal

Großer toter Wal im Cuxhavener Hafen gestrandet: Jetzt folgen Untersuchungen

von Tim Larschow | 14.11.2025

Im Cuxhavener Hafen ist vermutlich ein toter Buckelwal gestrandet. Genauere Informationen zur Art des Tieres liegen noch nicht vor. Entdeckt wurde der Kadaver bereits am Donnerstag.

Im Cuxhavener Hafen ist vermutlich ein toter Buckelwal gestrandet. Genauere Informationen zur Art des Tieres liegen noch nicht vor. Entdeckt wurde der Kadaver bereits am Donnerstag (13. November 2025) nach Informationen von cnv-medien.de in der Nähe der Baustelle der Liegeplätze 5 bis 7. Auf Bildern ist zu erkennen, dass es sich um ein Jungtier handelt. Ein Zeuge schätzte die Länge auf rund vier Meter - ausgewachsene Buckelwale erreichen hingegen zwölf bis 16 Meter.

Solche Strandungen sind in der Region nicht völlig unbekannt: 2016 wurde am Sahlenburger Strand ein toter Pottwal angespült. Dennoch bleibt ein gestrandeter Wal immer eine seltene und spektakuläre Sichtung.

2016 wurde am Sahlenburger Strand ein toter Pottwal angespült. Archivfoto: Jothe

"Wir haben sofort das Veterinäramt eingeschaltet und warten nun auf die nächsten Schritte", erklärte Alexandra Brandt, stellvertretende Leiterin der Cuxhavener Niederlassung des Hafenbetreibers N-Ports, gegenüber der CN/NEZ-Redaktion. Das Veterinäramt wird sich um die Untersuchung des Kadavers kümmern.

Walbergungen sind komplexe Einsätze

Walbergungen sind komplexe Einsätze: Fachfirmen übernehmen die Entfernung der Kadaver, die häufig zerschnitten werden müssen, um transportiert zu werden. Fleisch und Knochen gelangen in Tierkörperverwertungsanlagen, während Walzähne aus Elfenbein gesichert werden, um den weltweiten Schutz der Wale zu gewährleisten.

Häufig werden Wale zerschnitten, um sie transportieren zu können. Hier untersuchen Forscher im Februar 2025 einen Pottwal-Kadaver am Sylter Strand. Foto: Jonas Walzberg/dpa

Die Verwesung kann dazu führen, dass der Kadaver durch die Bildung von Gasen aufplatzt. Experten warnen daher vor Explosionsrisiken und möglichen Infektionsgefahren.

Derzeit wird das weitere Vorgehen geprüft. Die Bergung des Wals ist voraussichtlich für Anfang der kommenden Woche geplant. Zur Zeit lässt sich noch keine Aussage zur Todesursache des Wals machen.

Der Buckelwal eher selten in der Nordsee

Buckelwale sind laut Experten eher selten in der Nordsee, aber es gab in den vergangenen Jahren mehrere Sichtungen von lebenden Tieren und Kadavern, hauptsächlich vor den ostfriesischen Inseln. Die genauen Gründe für ihr Erscheinen sind unklar, aber mögliche Erklärungen sind eine Abweichung von ihren üblichen Wanderrouten durch Meeresströmungen oder das Wachstum der Buckelwalpopulation, wodurch sie sich auch in neuen Gebieten aufhalten, die Nahrung wie Hering bieten.

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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