Vier Frauen, ein Schicksal: „In die Sonne schauen“ beleuchtet ein Jahrhundert weiblicher Selbstbehauptung. Foto: Neue Visionen
Vier Frauen, ein Schicksal: „In die Sonne schauen“ beleuchtet ein Jahrhundert weiblicher Selbstbehauptung. Foto: Neue Visionen
CN-Film-Club

Kinozauber auf großer Leinwand im Cuxhavener Bali-Kino-Center

von Jens Potschka | 16.10.2025

Wenn die Lichter im Bali-Kino ausgehen und der CN-Film-Club seine Türen öffnet, beginnt eine Reise durch preisgekrönte Dramen, eine mystische Stephen-King-Adaption und eine irische Herzenskomödie. Entdecken Sie die Magie des Kinos neu.

Zwischen Fernweh und Familiendrama, zwischen Humor und Herzenswärme: Die bereits angelaufene neue Filmreihe der Cuxhavener Nachrichten im Bali-Kino zeigt, was gutes Kino kann - berühren, überraschen, begeistern.

Wenn montags um 20 Uhr im Saal 1 des Bali-Kino-Centers das Licht erlischt, öffnet sich für zwei Stunden eine andere Welt. Der CN-Film-Club bringt in diesem Herbst wieder preisgekrönte Filme und feine Arthouse-Perlen auf die große Leinwand. Die aktuelle Staffel beschert Filmfreunden in den kommenden acht Wochen, acht Geschichten - jede für sich ein kleines Stück großes Kino.

Vier Frauen, ein Hof, ein Jahrhundert

Den Anfang macht am 20. Oktober Mascha Schilinskis preisgekröntes Drama "In die Sonne schauen". Auf einem abgeschiedenen Hof kreuzen sich die Lebenslinien von vier Frauen aus vier Epochen - ein generationenübergreifendes Epos über Herkunft, Erinnerung und die Kraft weiblicher Selbstbehauptung. Eine Woche später, am 27. Oktober, serviert Julie Delpy mit "Willkommen bei den Barbaren" eine Culture-Clash-Komödie voller Esprit und Tiefgang: Ein französisches Dorf möchte eine ukrainische Familie aufnehmen - und bekommt eine syrische. Toleranz mit Humor, warmherzig und nachdenklich zugleich.

Am 3. November führt "Vermiglio" in ein italienisches Bergdorf zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine junge Frau verliebt sich in einen geflohenen Deserteur - ein poetischer, bildstarker Film über Mut und Moral. Dagegen wagt sich Mike Flanagan am 10. November mit "The Life of Chuck" an eine ungewöhnliche Stephen-King-Adaption: rückwärts erzählt, mystisch, lebensbejahend - mit einem tanzenden Tom Hiddleston, der das Publikum gleichermaßen berührt wie beglückt.

Wenn Erinnerung zur Falle wird

Spannung und Gefühl vereint François Ozon am 17. November in "Wenn der Herbst naht". Was als Pilgerreise einer Tochter beginnt, verwandelt sich in einen feinsinnigen Krimi um familiäre Geheimnisse und die Suche nach Vergebung. Eine Woche später, am 24. November, weht frischer Wind von der englischen Küste: "Der Salzpfad" erzählt die wahre Geschichte eines Paares, das nach Insolvenz und Krankheit entlang der rauen Küste Cornwalls wandert - ein stiller, hoffnungsvoller Film über den Mut zum Neubeginn.

Auch der Dezember steht im Zeichen des Aufbruchs: Am 1. Dezember startet "Wilma will mehr", in dem Fritzi Haberlandt als Frau in der Lebensmitte beschließt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen - charmant, klug und mit leisem Humor.

Irische Herzenskomödie

Am 8. Dezember folgt "Vier Mütter für Edward", eine irische Tragikomödie über Fürsorge, Überforderung und das Herz am rechten Fleck - turbulent, warmherzig, typisch irisch. Den Abschluss der Staffel bildet am 15. Dezember "Zikaden" von Ina Weisse: Zwei Frauen aus unterschiedlichen Welten treffen in einem stillen Kammerspiel aufeinander - getragen von Nina Hoss und Saskia Rosendahl, eindringlich und intensiv.

Ob Generationendrama oder Lebenskomödie, ob poetische Bilder oder kluge Dialoge - der CN-Film-Club zeigt in diesem Herbst die ganze Bandbreite des europäischen und internationalen Autorenkinos.

Tom Hiddleston tanzt gegen die Vergänglichkeit - "The Life of Chuck" feiert das Leben auf magische Weise. Foto: Tobis-Film

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Jens Potschka

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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