Die Stadt will in Groden ein kleines Baugebiet für Einfamilienhäuser ausweisen. Viele Bauplätze wird es nicht geben. Foto: Reese-Winne
Die Stadt will in Groden ein kleines Baugebiet für Einfamilienhäuser ausweisen. Viele Bauplätze wird es nicht geben. Foto: Reese-Winne
Kurze Wege in alle Richtungen

Kleines Neubaugebiet in Groden soll Familien ansprechen: Stadt lockt mit zwei Details

von Maren Reese-Winne | 02.12.2024

Baugrundstücke sind in der Stadt Cuxhaven begehrt und Baulücken sind interessant. Vor dem Hintergrund hat die Stadt die Planung für ein kleines Neubaugebiet in Groden angeschoben. Vor allem mit zwei Punkten will die Stadt Interessierte locken.

Nach dem Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 223 "Östlich Mittelteil" im Mai 2022 und der frühzeitigen Beteiligung kann der Plan nun mit den aufgenommenen Ergänzungen ausgelegt werden.

Die 7263 Quadratmeter große bisherige Brachfläche zwischen dem Mittelteil und der Papenstraße, eine frühere Hofstelle, soll Platz für neun Einfamilienhäuser (maximal zwei Wohnungen pro Haus) bieten, die sich um ein Rondell gruppieren. In dessen Zentrum steht eine bereits seit 1938 als Naturdenkmal geschützte Eibe; eine daneben stehende große Winterlinde soll ebenfalls erhalten bleiben.

Die Zufahrt erfolgt über das Mittelteil. Zu Fuß und per Rad werden die Grundstücke auch von der B 73 (Papenstraße) und vom Franz-Strauch-Weg aus erreichbar sein.

Neubaugebiet in Groden: Kurze Wege und nah zur Innenstadt

Ziel der Planung ist, jungen Familien ein attraktives städtisches Neubaugebiet mit preiswerten Baugrundstücken anzubieten. Die Lage im gewachsenen Ortsteil Groden, der darüber hinaus keine weiteren Flächen für eine ähnliche Wohnbebauung aufbieten könne, wie es heißt, wird als sehr attraktiv eingestuft.

Viele Wege zu Fuß zu erledigen

CAP-Markt und der Penny-Markt sowie das Einkaufszentrum Abschnede sind nicht weit, Kindertagesstätte und die Grundschule mit den Sportstätten fußläufig erreichbar, während die Innenstadt nur zwei Kilometer entfernt und der Weg in den Hafen mit seinen Betrieben ebenfalls kurz ist. Die nächste Bushaltestelle Richtung Stadt liegt nur einen Steinwurf entfernt an der Ecke Papenstraße/Tamms Weg.

Vielbefahrene Straße soll kein Hindernis darstellen

Nähe kann aber auch einen Preis haben. Die Papenstraße gehört mit einem für das Jahr 2030 geschätzten Verkehrsaufkommen von 16.000 bis 17.000 Kraftfahrzeugen täglich zu den höchstfrequentierten Straßen der Stadt Cuxhaven. Ein schallschutztechnisches Gutachten lässt jedoch die Einstufung als Allgemeines Wohngebiet zu und empfiehlt gegebenenfalls die Ausstattung der Schlafbereiche mit schallgedämpften Lüftungssystemen (fensterunabhängig).

Ein Geruchsgutachten vom Sommer 2024 ergab laut Planung keine Hinweise auf zu erwartende relevante Belästigungen; jedenfalls keine, die eine Bebauung verbieten würden.

Bauvorschriften als Sicherung des Stadtgrüns

Die Brachfläche wurde bisher einmal im Jahr durch die Stadt gemäht. Als Ausgleichsfläche ist ein Grünstreifen in den Wiesen zwischen dem Altenwalder Heideweg und dem Tierheim (Speckenmoor) vorgesehen, auf dem Landröhricht entwickelt werden soll; der Ortsrat Altenwalde hatte keine Einwände.

Häuser sollen die der Nachbarschaft nicht überragen

Gemäß der örtlichen Bauvorschriften sind die Dächer von Garagen und Nebengebäuden zu begrünen; als Begrenzung werden ausschließlich Hecken aus heimischen Laubgehölzen oder begrünte Zäune bis zu einer Höhe von 1,20 Metern zugelassen. Die Stadt legt darüber hinaus mehrere öffentliche Grünflächen an.   

Um die Bebauung der Siedlungsstruktur der Nachbarschaft anzupassen, sollen die maximale Firsthöhe auf neun und die maximale Traufhöhe auf viereinhalb Meter festgesetzt werden.

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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