Der Neubau befindet sich mitten in der Rohbauphase. Im September 2025 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Foto: Potschka
Der Neubau befindet sich mitten in der Rohbauphase. Im September 2025 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Foto: Potschka
Stadtentwicklung geht weiter

Moderne Wohnanlage in Cuxhaven: Neuer Wohnraum zur Miete

von Jens Potschka | 23.10.2024

Der Anblick in unmittelbarer Nähe zum Lichtenbergplatz war lange Zeit keine Augenweide: Über einige Jahre verfielen die drei leer stehenden Einfamilienhäuser. Jetzt entsteht dort ein Neubau. Die Baulücke ist geschlossen.

Dort, am Strichweg 11 bis 15, gleich neben dem stattlichen Wohnhaus, in dem auch das "Café Schnapp" seit vielen Jahrzehnten beheimatet ist, schien die Zeit stillzustehen. Im Jahr 2021 hat der Cuxhavener Oliver Hebel die drei verfallenen Häuser nebst Grundstücken erworben. Jetzt wird dort das "Stadthaus Grimmershörn" gebaut.

Wie bereits berichtet, hatte das Abbruchunternehmen Plambeck Erd- und Tiefbau mit den vorbereitenden Abrissarbeiten am 18. Januar 2022 begonnen. Zuvor waren die leer stehenden Häuser fachgerecht entrümpelt worden. "Wir haben hier in Cuxhaven schon mehrere Objekte realisiert", erklärt Oliver Hebel auf Anfrage unseres Medienhauses. Auch diesmal arbeitet der Unternehmer wieder mit der Firma "Kellermeier & Salge" zusammen. Nach ersten Planungen sollte der Neubau schon im September 2023 fertiggestellt sein. Doch die Planungsphase benötigte mehr Zeit als ursprünglich erwartet.

Einige Details der Formsprache der benachbarten historischen Bauten werden sich in dem Neubau des "Stadthauses Grimmershörn" wiederfinden. Grafik: Kellermeier & Salge

Pfahlgründung für den Neubau am Strichweg

Anfang 2024 wurden über 50 Pfähle als Gründung in den Boden getrieben. Am Strichweg 11 entsteht seitdem eine moderne Wohnanlage mit insgesamt 13 Wohneinheiten. "Da wir in Cuxhaven dringend Wohnraum zur Miete benötigen, haben wir uns dazu entschlossen, dort Mietwohnungen zum Dauerwohnen zu bauen", geht Oliver Hebel ins Detail. Einige der 13 unterschiedlich großen Wohnungen sind bereits als Eigentumswohnungen verkauft worden. Die restlichen Wohnungen sollen im Februar/März 2025 an den Markt gehen. "Wenn absehbar ist, dass der Neubau wie geplant im September 2025 bezogen werden kann, gehen wir in die Vermietung." Für die Objekte soll eine ortsübliche Miete erhoben werden. 

"Mir war es wichtig, die für mich unansehnliche Ecke mit einem schönen Baukörper zu versehen. Ich wollte diese Baulücke, die über viele Jahre existierte, endlich schließen und dort für die Cuxhavener Mietwohnungen in unmittelbarer Nähe zur Grimmershörnbucht realisieren", sagt Oliver Hebel.

Hinter dem "Stadthaus Grimmershörn" werden für die künftigen Mieter insgesamt zehn Pkw-Stellplätze gebaut. Foto: Potschka

Der Neubau verfügt über vier Vollgeschosse sowie ein Penthouse on top. Das "Stadthaus Grimmershörn" wird über eine moderne Erdwärmeheizung sowie eine Fotovoltaik-Anlage verfügen. "Wir wollen das Haus mit erneuerbaren Energien betreiben", sagt Oliver Hebel. Das Sockelgeschoss beinhaltet fünf Garagen, diverse Abstellräume sowie einen großen Fahrradkeller. Hinter dem Objekt werden zehn Pkw-Stellplätze realisiert. 

Formensprache der Umgebung aufgenommen

Auf dem Grundstück am Strichweg 11 entsteht eine Bebauung, die den vorhandenen Bestand des Strichweges durch eine moderne Architektur ergänzt. Was die Gestaltung des Baukörpers angeht, haben sich die Planer an dem Nachbarhaus mit dem Café Schnapp und der schräg gegenüberliegenden Kaiser-Apotheke orientiert. Einige Details der Formsprache der historischen Bauten werden sich in dem Neubau des "Stadthauses Grimmershörn" wiederfinden.

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Jens Potschka

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