Bis zum nächsten Jahr in St. Avé: Abschiedsgruß der versammelten Gäste und Gastgeber in der Franzenburger Schule. Foto: Reese-Winne
Bis zum nächsten Jahr in St. Avé: Abschiedsgruß der versammelten Gäste und Gastgeber in der Franzenburger Schule. Foto: Reese-Winne
Internationale Freundschaft

Städtepartnerschaft: Altenwalde und St. Avé sind nicht nur beim Tanz im gleichen Takt

von Maren Reese-Winne | 21.05.2026

Es waren Tage, die wie im Flug vergingen: Das Partnerschaftskomitee Altenwalde - St. Avé empfing über das Himmelfahrtswochenende die Freunde aus der Bretagne. Ein Stück gelebtes Europa in bewegten Zeiten.

Die 17-köpfige Gruppe wurde am Mittwochnachmittag mit großem Hallo in der Franzenburger Schule begrüßt. Gäste und Gastgeber trafen sich danach in kleinen Gruppen zum Abendessen in den Familien.

Im Bus der Franzosen ging es an Himmelfahrt in den Freizeitpark "Karls Erlebnisdorf" in Loxstedt, wo sich der Feiertagsandrang in angenehmen Grenzen hielt, die Kaffeekannen-Sammlung bestaunt und Souvenirs geshoppt wurden. Bevor der Besucheransturm einsetzte, unternahm die Gruppe schon den kleinen Hüpfer nach Misselwarden zum Alpaka-Hof von Dagmar und Andreas Herr.

Ein solches Gemeinschaftserlebnis braucht keine Sprache

Auf der Weide diese intelligenten Tiere zu beobachten und ihnen Futter anzubieten, war ein Gemeinschaftserlebnis, das keine Sprache brauchte. Dennoch staunten alle über die spannenden und humorvoll vermittelten Erläuterungen von Dagmar Herr. Partnerschaftskomitee-Vorsitzende Fanny Cadiou  bekam es mit allerlei exotischen Vokabeln zu tun, während die Gruppe über die Lebensweise und die Fortpflanzung der kuscheligen Tiere - die aber ausdrücklich keine Kuscheltiere sind - aufgeklärt wurde.

Glücksmomente auf der Weide: Mit den Alpakas verstanden sich alle auf Anhieb. Foto: Reese-Winne

Die anschließend in der offenen Scheune angebotene Tortenvielfalt ließ keine Wünsche offen. Dieser auf angenehme Weise unaufgeregte und beglückende Tag klang abends beim Grillen mit Tanz aus.

Ein Besuch des Aeronauticums in Nordholz bildete den Auftakt des Freitagsprogramms. Auf welche Weise Altenwalde und St. Avé gemeinsam ticken, wurde beim Festabend im Franzenburger Schützenhaus sichtbar, als sich  zum Vergnügen aller herausstellte, dass Franzosen und Deutsche für ihre Vorführungen dieselbe Musik - nämlich das Gute-Laune-Lied - gewählt hatten.

Lustige Vorführungen gehören zu jedem Besuch

Die Franzosen präsentierten sich außerdem sehr lustig als Teenie-Klasse beim Deutschlernen und die Gastgeber übertrafen sich selbst mit ihrer Trommel-Nummer auf Gymnastikbällen. Ortsbürgermeister Ingo Grahmann und die erst jüngst wiedergewählte Bürgermeisterin Anne Gallo-Kerleau (per Videobotschaft) machten den Wert dieser Begegnungen für den Frieden in Europa deutlich.

Zum Gute-Laune-Lied versammelten sich beide Gruppen auf der Tanzfläche. Foto: Reese-Winne

Darüber hinaus gehörte der Abend dem Plaudern und  Tanzen, wobei die Liste der Gruppentänze, bei denen die Tanzfläche gestürmt wird, inzwischen beachtlichen Umfang eingenommen hat; ein Zeichen der großen Vertrautheit zwischen den Freundinnen und Freundinnen der Partnerschaft. Die war auch am Sonnabend zu spüren, als die Komiteevorsitzenden Elke Oellerich und Fanny Cadiou die Tage Revue passieren ließen und allen Gastfamilien, Organisatorinnen und Organisatoren für ihren fantastischen Einsatz dankten.

Nach einer letzten Tanzrunde begann die tränenreiche große Verabschiedung - natürlich verbunden mit dem Versprechen, sich im nächsten Jahr in St. Avé wiederzusehen. Neue Interessierte sind jederzeit willkommen, sich den Frankreichfreunden anzuschließen - Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich.  

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Maren Reese-Winne

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