In der Ortsmitte Altenwaldes nimmt der Neubau der Bäckerei Tiedemann, in dem die Stadtsparkasse den nördlichen Trakt (Foto) anmietet, bereits Formen an. Foto: Reese-Winne
In der Ortsmitte Altenwaldes nimmt der Neubau der Bäckerei Tiedemann, in dem die Stadtsparkasse den nördlichen Trakt (Foto) anmietet, bereits Formen an. Foto: Reese-Winne
Parkplätze für Pkw und Fahrad

Was die Stadtsparkasse Cuxhaven für ihren Neubau in Altenwalde plant

von Maren Reese-Winne | 05.05.2023

Der Neubau in Altenwaldes Ortskern für die Bäckerei Tiedemann (mit Café) und die örtliche Geschäftsstelle der Stadtsparkasse Cuxhaven wächst. Jetzt geht es in die Feinplanung der Innenausstattung - ein wichtiges Kriterium ist die Barrierefreiheit.  

Zwei Fachleute der Stadtsparkasse holten sich dafür am Dienstag Rat im Cuxhavener Beirat für Menschen mit Behinderungen und verrieten neue Details.

"Wir hatten ja schon länger verabredet, dass wir uns bei Bauprojekten abstimmen", führte Martin Schöne, Bereichsdirektor Organisation und Projektsteuerung beim Geldinstitut, vor der Beiratsvorsitzenden Christine Wagner und den Mitgliedern aus. Seit Jahren schon sucht der Beirat das Gespräch mit Banken, Behörden und Wirtschaftsbetrieben, um zu erreichen, dass die Bedürfnisse - und Rechte - der Betroffenen beizeiten berücksichtigt werden, statt später umständlich nachbessern zu müssen.

Plötzlich ergab sich eine Alternative

Martin Schöne und Andreas Buck-Wiese, Fachbereichsleiter Haus- und Grundstücksverwaltung, stellten zunächst den Stand der Bauarbeiten und die grundsätzlichen Pläne vor, bevor sie um Hinweise zur Detailplanung baten. Der Zustrom zur Altenwalder Geschäftsstelle habe schon lange nicht mehr zur Größe der Räume gepasst, berichtete Schöne. Bei der Suche nach einer Alternative habe sich plötzlich durch die Erweiterungspläne der lokalen Bäckerei Tiedemann eine neue Möglichkeit aufgetan. Die Stadtsparkasse wird als Mieter in den durch Kristian Tiedemann errichteten Backsteinbau einziehen. "So hoffen wir, so etwas wie eine Altenwalder Mitte neu zu definieren", kündigte Martin Schöne an.  

Dachstuhlbau steht kurz bevor

Erst im Januar hatte das Bauvorhaben mit dem Abriss des Tiedemann-Stammhauses an der Hauptstraße begonnen. Wahrscheinlich könne der Zimmerer noch in diesem Monat mit der Errichtung des Dachstuhls beginnen, so Andreas Buck-Wiese.

Rund 200 Quadratmeter Fläche sind in dem nordwärts gerichteten Trakt (an der Zufahrt zum Karl-Grote-Platz) für die Sparkasse vorgesehen. Gleich hinter dem Windfang wird sich ein SB-Kundencenter mit Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker befinden, der unabhängig von den Öffnungszeiten jederzeit zugänglich ist. Der hintere Bereich wird durch  Beratungszimmer, Büros, Sozialräume und auch ein barrierefreies WC bestimmt, das grundsätzlich nicht öffentlich ist, aber auch Kundinnen und Kunden zur Verfügung steht.

Ein Punkt, der naturgemäß den Beiratsmitgliedern - auch im Hinblick auf die dort Beschäftigten - besonders am Herzen lag. Eine öffentlich zugängliche Anlage wird sich im Bäckerei-Café befinden. In Hinblick auf die erforderlichen Innenmaße, aber auch auf  Schwellenfreiheit konnte Martin Schöne Entwarnung geben. Zumindest seien alle Standards in den Planungen berücksichtigt. Christine Wagner wies darauf hin, dass die Kontraststreifen auf den automatischen Glastüren gewisse Anforderungen erfüllen müssten, damit sehbehinderte Menschen sie auch wahrnehmen könnten.

Parkplätze für Auto und Fahrrad

Ein weiterer Fokus lag auf den Parkplätzen und der Zugänglichkeit, die angesichts des abschüssigen Geländes eine Herausforderung darstellt. Die Parkplätze für die Sparkasse sind an der Nordseite vorgesehen, Besucher können aber sämtliche Parkplätze rund um den Neubau herum nutzen. Die Beiratsmitglieder wiesen darauf hin, dass schon kleine Schwellen und Kanten ein Problem für Personen mit Rollator oder im Rollstuhl darstellten und wünschten sich außerdem für die Fahrradabstellanlage Plätze für Behinderten-Dreiräder sowie Lastenfahrräder.

Die Bedienflächen und Bildschirme der Automaten müssten zum einen von Sehbehinderten gefunden werden können und außerdem so montiert sein, dass auch kleingewachsene Menschen oder solche im Rollstuhl an diese herankämen. Christine Wagner berichtete von Fällen, in denen Automaten die EC-Karten schluckten, weil die Nutzer diese nicht rechtzeitig wieder aus dem Schlitz herausbekommen hätten. Als ein Mittel, solche Situationen, die sich Menschen ohne Beeinträchtigung gar nicht vorstellen können, sichtbar zu machen, wurde der Austausch allerseits positiv aufgenommen. 

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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