Die knapp 100 Jahre alten denkmalgeschützten Norderelbbrücken erreichen langsam das Ende ihres technischen Lebensalters. Foto: Bockwoldt / dpa
Die knapp 100 Jahre alten denkmalgeschützten Norderelbbrücken erreichen langsam das Ende ihres technischen Lebensalters. Foto: Bockwoldt / dpa
Besserung ist nicht in Sicht

Verlängerung der Baustelle auf Zug-Strecke Cuxhaven-Hamburg: Bahn nennt die Gründe

von Tim Larschow | 03.07.2024

Die Bahn saniert, um die Strecke von und nach Hamburg in Schuss zu halten. Inzwischen stellt die Deutsche Bahn fest, dass die Arbeiten aufwendiger sind als ursprünglich geplant. Das ist der Grund für die erneute Verzögerung.

Schlechte Nachrichten gibt es für alle, die die Bahnen der Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe zwischen Cuxhaven und Hamburg nutzen: Viele Züge starten und enden für ein weiteres Jahr in Hamburg-Harburg. Das teilte die Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe in der vergangenen Woche mit. Bis voraussichtlich Juni 2025 müssen Pendler, die den RE5 nutzen, weiterhin in Hamburg-Harburg umsteigen, um mit der S-Bahn oder dem Metronom weiter bis zum Hamburger Hauptbahnhof zu fahren - beziehungsweise in Richtung Cuxhaven in den RE5 umsteigen.

Intensive Wartungsarbeiten auf Bahnstrecke rund um Hamburg

Um die Strecke in den beziehungsweise aus dem Süden Hamburgs instand zu halten, laufen an der Eisenbahnüberführung Norderelbe intensive Wartungsarbeiten. "Die Sanierung der mehr als 100 Jahre alten Brücke über die Norderelbe ist deutlich aufwendiger als ursprünglich angenommen und die Arbeiten konnten nicht wie geplant abgeschlossen werden", äußert sich ein Bahnsprecher gegenüber unserem Medienhaus zu den Gründen.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass unter anderem Lager, Querträger und sogenannte Durchbindelaschen erneuert sowie Messsysteme installiert werden müssten. "Während der Sanierungsarbeiten stehen weiterhin nur drei Gleise zur Verfügung, was die Verkehrskapazität im Hamburger Süden einschränkt. Die Sanierung wird noch voraussichtlich bis Sommer 2025 andauern", so der Bahnsprecher, der hinzufügt: "Die Deutsche Bahn bedauert die Verzögerung und die damit verbundenen Einschränkungen im Nahverkehr zwischen Harburg und Hamburg Hauptbahnhof."

Ursprünglich hatte Start Unterelbe angekündigt, dass die Ende 2022 gestarteten Arbeiten bis Ende 2023 abgeschlossen sein sollten. Kurz vor dem Jahreswechsel teilte die Verkehrsgesellschaft dann mit, dass sich die Arbeiten bis zu den Sommerferien 2024 ziehen würden. Die Fahrplanänderung wegen der Bauverzögerungen wurde jetzt noch einmal um ein weiteres Jahr bis Sommer 2025 verlängert. Somit dauern die Arbeiten dann zweieinhalb Jahre - vorausgesetzt, es kommt nicht zu einer weiteren Verzögerung.

Wie Pendler auf die Baustelle zwischen Cuxhaven und Hamburg reagieren

"Umständlich" und "nervig" waren einige der Reaktionen, die unsere Redaktion am Mittwoch via Instagram auf die Frage nach den bisherigen Erfahrungen mit der Bahnfahrt nach Hamburg erhielt. "Es ist sehr umständlich, jedes Mal extra umzusteigen. Aber was soll man machen, meckern lässt die Deutsche Bahn auch nicht schneller arbeiten", zeigt sich eine Nutzerin resigniert.

Es gab aber auch Reaktionen, die die Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn loben. "Die S-Bahn-Verbindung von Harburg Richtung [Hauptbahnhof] ist zuverlässig, also nicht weiter schlimm." Ein anderer Nutzer betont: "Ich bin in Harburg schon öfter in die S-Bahn umgestiegen, hat immer super funktioniert."Die Frage, ob es durch die Fahrplanänderung vermehrt zu Verspätungen kommen wird, konnte Start Unterelbe am Mittwoch nicht beantworten.

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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