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In Sachen Wolfsproblematik fühlt sich der ländliche Raum abgehängt. Armin Weigel/dpa
In Sachen Wolfsproblematik fühlt sich der ländliche Raum abgehängt. Armin Weigel/dpa
Sorgen im ländlichen Raum

Wolf im Kreis Cuxhaven: Fehlender Dialog sorgt für Politikverdrossenheit (Kommentar)

von Wiebke Kramp | 19.02.2026 Zuletzt aktualisiert: 24.02.2026 07:22 Uhr

Der Wolf bewegt - und dies im Kreis Cuxhaven schon ein Dutzend Jahre und im besonderen Maße. Doch das zuständige Umweltministerium in Hannover lässt sich vor Ort nicht blicken. Das nimmt unsere Autorin zum Anlass ihrer Kritik.

Zuweilen habe ich den Eindruck, dass Hannover nicht 220 Kilometer entfernt liegt, sondern auf einem anderen Planeten, wo sich die Politik in höheren Sphären bewegt. In Bezug auf die Wolfsproblematik macht sich das Umweltministerium einen schlanken Fuß und scheint die Sorgen, Ängste und Nöte der Bevölkerung aus unseren betroffenen Dörfern einfach auszublenden. Es ist unbestritten und dokumentiert, dass es im Cuxland eine besonders hohe Quote an Nutzierrissen durch Wölfe gibt.  Und doch liegt es schon etliche Jahre zurück, dass sich ein Umweltminister hier vor Ort selbst einen Eindruck verschafft hat, um mit der betroffenen ländlichen Bevölkerung in den direkten Dialog zu treten und sich ein eigenes Bild von der Stimmungslage zu machen. Und aus dem zur Chefsache erklärten niedersächsischen Wolfsbüro herrscht ebenfalls Funkstille. Proaktiv wurden in den zurückliegenden Jahren jedenfalls weder das Gespräch gesucht noch Infoveranstaltungen initiiert. Kein Wunder, dass sich die Menschen hier im ländlichen Raum abgehängt und unverstanden hören. Genau durch solche Ignoranz wächst Politikverdrossenheit - und das ist ein von der Politik selbst hausgemachtes Problem.

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Wiebke Kramp

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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