Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft setzen den symbolischen Spatenstich für die Neugestaltung der Strandpromenade in Otterndorf. Foto: Mangels
Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft setzen den symbolischen Spatenstich für die Neugestaltung der Strandpromenade in Otterndorf. Foto: Mangels
Symbolischer Spatenstich

"Großer Tag für Otterndorf": Startschuss für Umbau der Strandpromenade ist gefallen

von Christian Mangels | 10.04.2026

Es geht los: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich am Freitag (10. April) hat in Otterndorf der Umbau der Strandpromenade begonnen. Die Stadt Otterndorf investiert mit Unterstützung des Landes und der Metropolregion Hamburg 4,7 Millionen Euro.

"Das ist ein großer Tag für Otterndorf", sagte Bürgermeister Claus Johannßen, bevor er mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Tourismus und der beteiligten Firmen zur Schaufel griff und damit symbolisch den Startschuss für die umfassende Neugestaltung der Strandpromenade gab, die künftig Einheimischen und Gästen gleichermaßen mehr Aufenthaltsqualität und ein modernes Erscheinungsbild bieten soll.

Gleichzeitig rückt der Hochwasserschutz in den Fokus. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee (WSA) erhöht das Deckwerk, um die Uferbereiche langfristig vor Erosion zu schützen und die Sicherheit bei zukünftigen Hochwasserereignissen zu verbessern. Darauf wies Jörg Fräßdorf vom WSA hin, der dem Projekt viel Erfolg wünschte. Unter den Gästen des Spatenstichs waren am Freitag auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Frauenpreiß, der CDU-Landtagsabgeordnete Claus Seebeck und der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Nordsee (TANO), Mario Schiefelbein.

Symbolischer Spatenstich: Der Beginn der Neugestaltung der Strandpromenade in Otterndorf wird mit einem speziell gravierten Spaten gefeiert. Foto: Mangels

Otterndorfs Stadtdirektor Frank Thielebeule erinnerte an die Anfänge des Bauprojekts, das vor fünf Jahren mit einem Ideenwettbewerb seinen Ausgang nahm. Die Beratungen und Beschlüsse im Stadtrat zum Promenadenumbau seien stets einvernehmlich und konstruktiv gewesen, hob er das parteiübergreifende Zusammenwirken der Ratsmitglieder als entscheidend für den Projekterfolg hervor. Die Strandpromenade werde nach dem Umbau "das Gesicht der Stadt neu prägen", ist Thielebeule überzeugt.

Erster Bauabschnitt soll bis September fertiggestellt werden

Die Neugestaltung der Strandpromenade wird in zwei Bauabschnitten bis September 2027 umgesetzt. Der erste Bauabschnitt (am Strand Kap Jakob) soll bis Mitte September fertiggestellt werden. Der zweite Bauabschnitt mit der Freibeuter-Strandbar der Familie Fredebohm beginnt laut den Plänen des Ingenieurbüros Sweco und der Baufirma J. D. Hahn am 15. April 2027 und wird etwa fünf Monate dauern.

Die Planer trennen Fußgänger- und Radverkehr klar voneinander, auch visuell: Der Gehweg erhält eine sandfarbene Gestaltung, während der (Elbe-)Radweg rot ausgeführt wird. Am Strand Kap Jakob ist ein kleiner Platz mit einer Toilettenanlage sowie der Option auf eine gastronomische Nutzung vorgesehen. Zudem entstehen Fahrradstellplätze und eine Haltestelle für den Strandexpress. Eine Treppe und eine Rampe ermöglichen den Zugang ins Watt. Spielgeräte und eine DLRG-Wachstation sind derzeit nicht geplant.

Die Baufirma J. D. Hahn hat bereits vor dem symbolischen ersten Spatenstich eine Furche in den Grünstrand gefräst. Foto: Mangels

Als zentraler Bestandteil des zweiten Bauabschnitts gilt das sogenannte "Elbpanorama". Dabei handelt es sich um eine Erlebnistreppe, die sowohl Aufenthaltsqualität bieten als auch den Zugang zum Wattenmeer ermöglichen soll. Dahinter ist auf einer erhöhten Fläche in Form einer Warft die Ansiedlung des gastronomischen Angebots vorgesehen. Ergänzend sind dort Toiletten und Fahrradstellplätze geplant. Rechts davon soll nach den aktuellen Plänen eine weitere Rampe entstehen, der sogenannte "Pottkieker".

Klar ist: Die Bauarbeiten am Deich bringen zwangsläufig Einschränkungen mit sich. Sowohl im ersten als auch im zweiten Bauabschnitt steht der jeweilige Strandabschnitt nicht zur Verfügung. Für Gäste, Strandkabinennutzer und den Gastronomiebetrieb heißt das, enger zusammenzurücken. Die Freibeuter-Strandbar verlegt ihren Standort während des zweiten Bauabschnitts 2027 vorübergehend ans Kap Jakob.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

Google News

Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Hier CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinzufügen.


CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Christian Mangels
Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

cmangels@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Frischluftschneise

Otterndorf plant 41 Bauplätze: Anwohner fürchten Verlust wichtiger Grünfläche

von Christian Mangels

Mit 41 Baugrundstücken will die Stadt Otterndorf ihre Wohnbauentwicklung vorantreiben. Doch Anwohner laufen Sturm gegen die Pläne. Sie sehen eine wichtige Grünfläche und Frischluftschneise bedroht und fordern Antworten von Politik und Verwaltung.

Hank Zerbolesch ist da

Neuer Stadtschreiber entdeckt Otterndorf: "Die Stadt hat eine heimelige Atmosphäre"

von Christian Mangels

Herzlich willkommen in Otterndorf: Im Johann-Heinrich-Voß-Literaturhaus wurde der neue Stadtschreiber Hank Zerbolesch empfangen. Vertreter aus Politik, Kultur und Gesellschaft sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger begleiteten die Begrüßung.

Wieder an der L118 unterwegs

Wolf erneut in Otterndorf gesichtet: Tier nähert sich Ferienhof bis auf wenige Meter

von Tamina Francke

Gelassen und nahezu unbeeindruckt von Hupen und Ansprache zeigte sich ein Wolf, der am frühen Montagmorgen nahe eines Ferienhofs in Otterndorf gesichtet wurde. Das Tier hielt sich nur rund 50 Meter vom zentralen Hofbereich entfernt auf.

Nach Insolvenz

Otterndorfer Unternehmer Paulsen übernimmt Bremerhavener Fischmanufaktur Abelmann

von Ulrich Rohde

Der Otterndorfer Unternehmer Alfred Paulsen wird Eigentümer der Bremerhavener Firma Abelmann Fischfeinkost. Die Traditionsfirma im Fischereihafen hatte zuvor in der Insolvenz gesteckt.