"Großer Tag für Otterndorf": Startschuss für Umbau der Strandpromenade ist gefallen
Es geht los: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich am Freitag (10. April) hat in Otterndorf der Umbau der Strandpromenade begonnen. Die Stadt Otterndorf investiert mit Unterstützung des Landes und der Metropolregion Hamburg 4,7 Millionen Euro.
"Das ist ein großer Tag für Otterndorf", sagte Bürgermeister Claus Johannßen, bevor er mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Tourismus und der beteiligten Firmen zur Schaufel griff und damit symbolisch den Startschuss für die umfassende Neugestaltung der Strandpromenade gab, die künftig Einheimischen und Gästen gleichermaßen mehr Aufenthaltsqualität und ein modernes Erscheinungsbild bieten soll.
Gleichzeitig rückt der Hochwasserschutz in den Fokus. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee (WSA) erhöht das Deckwerk, um die Uferbereiche langfristig vor Erosion zu schützen und die Sicherheit bei zukünftigen Hochwasserereignissen zu verbessern. Darauf wies Jörg Fräßdorf vom WSA hin, der dem Projekt viel Erfolg wünschte. Unter den Gästen des Spatenstichs waren am Freitag auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Frauenpreiß, der CDU-Landtagsabgeordnete Claus Seebeck und der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Nordsee (TANO), Mario Schiefelbein.

Otterndorfs Stadtdirektor Frank Thielebeule erinnerte an die Anfänge des Bauprojekts, das vor fünf Jahren mit einem Ideenwettbewerb seinen Ausgang nahm. Die Beratungen und Beschlüsse im Stadtrat zum Promenadenumbau seien stets einvernehmlich und konstruktiv gewesen, hob er das parteiübergreifende Zusammenwirken der Ratsmitglieder als entscheidend für den Projekterfolg hervor. Die Strandpromenade werde nach dem Umbau "das Gesicht der Stadt neu prägen", ist Thielebeule überzeugt.
Erster Bauabschnitt soll bis September fertiggestellt werden
Die Neugestaltung der Strandpromenade wird in zwei Bauabschnitten bis September 2027 umgesetzt. Der erste Bauabschnitt (am Strand Kap Jakob) soll bis Mitte September fertiggestellt werden. Der zweite Bauabschnitt mit der Freibeuter-Strandbar der Familie Fredebohm beginnt laut den Plänen des Ingenieurbüros Sweco und der Baufirma J. D. Hahn am 15. April 2027 und wird etwa fünf Monate dauern.
Die Planer trennen Fußgänger- und Radverkehr klar voneinander, auch visuell: Der Gehweg erhält eine sandfarbene Gestaltung, während der (Elbe-)Radweg rot ausgeführt wird. Am Strand Kap Jakob ist ein kleiner Platz mit einer Toilettenanlage sowie der Option auf eine gastronomische Nutzung vorgesehen. Zudem entstehen Fahrradstellplätze und eine Haltestelle für den Strandexpress. Eine Treppe und eine Rampe ermöglichen den Zugang ins Watt. Spielgeräte und eine DLRG-Wachstation sind derzeit nicht geplant.

Als zentraler Bestandteil des zweiten Bauabschnitts gilt das sogenannte "Elbpanorama". Dabei handelt es sich um eine Erlebnistreppe, die sowohl Aufenthaltsqualität bieten als auch den Zugang zum Wattenmeer ermöglichen soll. Dahinter ist auf einer erhöhten Fläche in Form einer Warft die Ansiedlung des gastronomischen Angebots vorgesehen. Ergänzend sind dort Toiletten und Fahrradstellplätze geplant. Rechts davon soll nach den aktuellen Plänen eine weitere Rampe entstehen, der sogenannte "Pottkieker".
Klar ist: Die Bauarbeiten am Deich bringen zwangsläufig Einschränkungen mit sich. Sowohl im ersten als auch im zweiten Bauabschnitt steht der jeweilige Strandabschnitt nicht zur Verfügung. Für Gäste, Strandkabinennutzer und den Gastronomiebetrieb heißt das, enger zusammenzurücken. Die Freibeuter-Strandbar verlegt ihren Standort während des zweiten Bauabschnitts 2027 vorübergehend ans Kap Jakob.