In der Puppenstube gibt es auch zahlreiche Schätzchen wie die Schildkröt-Puppen. Foto: Kramp
In der Puppenstube gibt es auch zahlreiche Schätzchen wie die Schildkröt-Puppen. Foto: Kramp
Besucherattraktion

Puppenstube Otterndorf bleibt erhalten: Stadt übernimmt nach Vereinsauflösung

von Wiebke Kramp | 16.03.2026

Die Puppenstube in Otterndorf bleibt ein lebendiger Ort der Kindheitserinnerungen, obwohl der Förderverein mangels Nachfolge aufgelöst wurde. Nun wurde die Verantwortung übertragen. Das sichert die Zukunft des beliebten Besuchermagneten.

Die Puppenstube ist über 25 Jahre alt und ein Besuchermagnet im Herzen Otterndorfs - das soll sie auch bleiben, doch jetzt hat sich hinter den Kulissen etwas geändert.

Der Förderverein als Betreiber wurde aufgelöst - und zwar aus Mangel an Nachfolgern für die Vorstandsarbeit. Es war ein Ende mit Ansage. Dies soll keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb haben.

Die gute Nachricht: Das Haus der tausend Puppen bleibt als eine Schatzkiste erhalten. Sie lädt weiterhin zum Eintauchen in Kindheitserinnerungen ein. Haus des Lächelns wird sie liebevoll genannt, weil nahezu jede und jeder dort gute Laune bekommt. Besucherinnen und Besucher erleben eine Fülle und Vielfalt an Puppen, Plüschtieren, Puppenwagen und -wiegen, Kaufmannsläden, Puppenhäusern.

Das markante Gebäude der Puppenstube im Herzen Otterndorfs. Foto: Kramp

Ehrenamtliche mit viel Herzblut dabei

Knapp 20 ehrenamtlich engagierte Frauen und ein Mann betreuen nach wie vor die Attraktion in der Altstadt mit sehr viel Herzblut. Allesamt im Seniorenalter sorgen sie dafür, dass die Einrichtung ein beliebter Ansteuerungspunkt für Besucherinnen und Besucher ist. Dies würden sie alle auch weiterhin tun, bekräftigt Brigitte Schemmann (81), allerdings unter neuen Vorzeichen. Denn nunmehr steht nicht mehr der Förderverein in Verantwortung, sondern die Stadt Otterndorf - und dort ist die Tourist-Info Ansprechpartnerin.

Puppenmutter der ersten Stunde: Brigitte Schemmann. Foto: CNV

"Brauchen händeringend jüngere Kräfte"

Der Förderverein wurde aufgelöst, weil keine Nachfolge in Sicht war. "Ich habe schon vor zwei Jahren gesagt, dass ich nicht mehr als Vorsitzende des Fördervereins weitermachen werde", erklärt die bisherige Vorsitzende Brigitte Schemmann, eine Puppenmutter der ersten Stunde. Aber eine interessierte Nachfolge war nicht zu finden. Daher sei sie froh, eine gute Lösung hinbekommen zu haben: "Das Haus und die Sammlung gehören doch ohnehin der Stadt." Schemmann und ihre Mitstreiterinnen sorgen auch unter der neuen kommunalen Trägerschaft dafür, dass die Öffnungszeiten aufrechterhalten und die Exponate gepflegt werden. "Ich mache so lange weiter, wie ich kann - und die anderen auch", versichert die bisherige Fördervereinsvorsitzende und betont im gleichen Atemzug: "Wir brauchen aber händeringend weiterhin jüngere Kräfte."

Öffnungszeiten sind ab April Sonntag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 14.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist neuerdings frei. Gruppen können sich auch zu anderen Zeiten dort nach vorheriger Anmeldung umschauen. Telefonische Anmeldungen sowie Auskünfte nimmt die Tourist-Info unter 04751-919131 entgegen.

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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