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Im Rettungsdienst des Landkreises Cuxhaven ist zurzeit eine Menge Bewegung. Aktuell geht es um die Nachfolge der "Falck"-Beauftragung, die kurzfristig nach einer Kündigung durch das Unternehmen endet. Der Landkreis muss reagieren. Foto: Marijan Murat / dpa
Im Rettungsdienst des Landkreises Cuxhaven ist zurzeit eine Menge Bewegung. Aktuell geht es um die Nachfolge der "Falck"-Beauftragung, die kurzfristig nach einer Kündigung durch das Unternehmen endet. Der Landkreis muss reagieren. Foto: Marijan Murat / dpa
Politik unter Zugzwang

Rettungsdienst im Kreis Cuxhaven: "Falck"-Kündigung hat Folgen

von Egbert Schröder | 05.12.2023 Zuletzt aktualisiert: 09.12.2023 12:59 Uhr

Erst waren es nur Spekulationen, jetzt ist es weitgehend beschlossene Sache: Nach der Kündigung des Vertrages mit dem Rettungsdienstunternehmen "Falck" in Dorum springt der Landkreis nach Informationen unserer Redaktion gezwungenermaßen ein.

Der Landkreis krempelt auf Initiative des neuen Landrates Thorsten Krüger den Rettungsdienst komplett um. Bislang hatten das DRK Cuxhaven-Hadeln und das DRK Wesermünde sowie das private Unternehmen Falck (Dorum) diese Aufgabe übernommen. Doch unter Krügers Regie haben die drei Träger eine Abfuhr bei der Neuausrichtung des Rettungsdienstes im Cuxland erhalten. Künftig - und das ist auch Mehrheitsmeinung im Kreistag - soll eine "gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung" (gGmbH) unter Regie des Landkreises den Rettungsdienst managen.

"Falck"-Kündigung: Landkreis Cuxhaven unter Druck

Einen reibungslosen Übergang in diesem sensiblen Bereich stellt man sich als Laie jedoch anders vor - ebenso wie wohl auch zahlreiche Kreistagsabgeordnete. So hatte "Falck" zum Jahresende seinen Vertrag mit dem Landkreis kurzfristig selbst gekündigt und Verwaltung und Politik damit unter Druck gesetzt. Denn: Der Kreis verfügt nicht über eigenes Personal oder den notwendigen Fuhrpark, um kurzfristig die "Falck"-Vakanz, die zur Mitte des Jahres in der Praxis greifen würde, zu ersetzen.

Zahlreiche Gespräche hinter den Kulissen im Kreis Cuxhaven

Hinter den Kulissen gab es nach Informationen unserer Redaktion in den vergangenen Tagen zahlreiche Gespräche, um einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Am Dienstagabend bestätigte dann auf Nachfrage unserer Redaktion Landrat Thorsten Krüger, dass der Landkreis künftig eine Rettungswache in Dorum betreiben wird.

Dass dies zum jetzigen Zeitpunkt so nicht geplant war, ist auch in der Politik ein offenes Geheimnis. Doch "Falck" setzte Kreistag und Verwaltung unter Zugzwang, nachdem man dem Unternehmen bei der Neustrukturierung des Rettungsdienstes die kalte Schulter gezeigt hatte.

Nicht öffentliche Sitzung des Cuxhavener Kreistags

Am Mittwoch (5. Dezember 2023) um 15 Uhr kommt der Kreistag zu einer nicht öffentlichen Sitzung zusammen. Gegen 16 Uhr soll dann auch die Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, den Sitzungssaal im Cuxhavener Kreishaus zu betreten - und mehr zu erfahren.

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Egbert Schröder

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