Von dem Bauwagen ist am Tag danach nur noch ein Gerippe übrig. Foto: Lütt
Von dem Bauwagen ist am Tag danach nur noch ein Gerippe übrig. Foto: Lütt
Spendenkonto eingerichtet

Nach vernichtendem Feuer in Wingst: Wie es im Waldkindergarten weitergeht

von Wiebke Kramp | 17.03.2025

Der Waldkindergarten Wingst steht nach einem verheerenden Brand vor großen Herausforderungen. Dank zahlreicher Unterstützungsangebote kann der Betrieb aufrechterhalten werden, während die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Das war ein Schrecken. In der Nacht zu Sonnabend brannte der Bauwagen des Waldkindergartens Wingst in Westerhamm komplett aus. Sämtliches Inventar fiel den Flammen zum Opfer. Wie geht es dort für die Kinder und das Personal weiter?

"Wir sind natürlich fassungslos und traurig, dass so etwas passieren konnte. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen", äußert sich Leiterin Rita Crohn auf Anfrage unseres Medienhauses. Aber bei allem Schrecken sei die Schließung dieser Kindergartengruppe keine Option gewesen, betont sie.

Nur noch Schrottwert: die kläglichen Überreste des ausgebrannten Bauwagens des Waldkindergartens in Wingst-Westerhamm. Foto: Lütt

"Frischlinge" am Dobrock untergekommen

Der Kindergartenbetrieb läuft auch nach dem verheerenden Feuer für die der "Frischlinge", so der Name der Gruppe in Westerhamm, weiter: "Das ist für die Kinder, aber auch für die Erzieherinnen ganz wichtig. Alle 15 Kinder aus Westerhamm sind jetzt erst einmal mit dem Waldkindergarten auf dem Dobrock zusammen", erläutert Rita Crohn am Montag. "Im Vordergrund stehen die Kinder und dass wir mit ihnen darüber reden." Der Verein Waldkinder Wingst war vor 23 Jahren Vorreiter in der Region und betreibt die beiden Kindergarten-Gruppen am Dobrock und in Westerhamm.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Weil die Brandursachenermittlung noch laufe, sei das Gelände am Sportplatz Westerhamm gesperrt. Man verfüge zwar über ein Ausweichquartier, "wir hoffen aber, dass wir so schnell wie möglich wieder auf den Platz zurückkönnen", meint Crohn. Darin seien sich Mitarbeitende und Eltern einig.

Die Feuerwehrleute versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Foto: Lange

"Zur Ursache können wir noch gar nichts sagen", so Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven am Montag gegenüber unserem Medienhaus auf die Frage, ob Brandstiftung ausgeschlossen werden könne. Die Brandermittler des Kriminalermittlungsdienstes würden sich vor Ort ein eigenes Bild machen.

Rita Crohn meinte, es sei in dieser Lage dienlich gewesen, dass an den beiden Tagen nach dem schlimmen Brand Wochenende war und somit ohnehin kein Kindergartenbetrieb. So habe man doch einiges vorbereiten und besprechen können. Bereits am Sonntag hätten sich die Kräfte des Waldkindergartens gemeinsam mit Eltern getroffen, um zu planen, wie es vorerst am besten weitergehen kann.

Große Unterstützung von vielen Seiten

In einer Notsituation wie jetzt zeige sich der Zusammenhalt ganz besonders. "Es gibt eine große Verbundenheit und gute Gemeinschaft." Die Leiterin ist dankbar über die vielfältige Unterstützung, die dem Waldkindergarten von vielen Seiten zuteilwird: "Der Kindergarten Klint hat uns angeboten, dass wir seine Waldausrüstung bekommen. Der Wingster Bürgermeister Patrick Pawlowski, die Samtgemeinde und der Sportverein haben sich sofort bei uns gemeldet."

Eigentliches Domizil und ökologisch-pädagogischer Lernort ist der Wald, die Bauwagen dienen dem Waldkindergarten allerdings als Anlaufstelle, Aufbewahrungsraum oder Unterschlupf bei Regenschauern. 

Wer den in Not geratenen Waldkindergarten bei der Kompensation des Verlustes unterstützen möchte, kann dies auch mit einer Spende tun:

  • Spendenkonto Waldkinder Wingst e.V.
  • IBAN: DE53 2419 1015 0231 2913 00
  • Volksbank Stade-Cuxhaven eG
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    Wiebke Kramp

    Redakteurin
    Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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