CNV Medien

Die Beschriftung des Lamstedter Rathauses muss nicht geändert werden. Die Börde bleibt vorerst Samtgemeinde. Foto: Schröder
Die Beschriftung des Lamstedter Rathauses muss nicht geändert werden. Die Börde bleibt vorerst Samtgemeinde. Foto: Schröder
Aus für die Einheitsgemeinde

Ende der Debatte? Könnte erst der Anfang sein: Kommentar zum Aus der Einheitsgemeinde

von Ulrich Rohde | 17.12.2024 Zuletzt aktualisiert: 11.10.2025 03:54 Uhr

Der Armstorfer Gemeinderat hat mit einem knappen Beschluss den Prozess zur Bildung einer Einheitsgemeinde in der Börde Lamstedt gestoppt. Ob das eine kluge Entscheidung war, wird die Zukunft zeigen. Ein Kommentar.

Erstens kommt es anders und zweitens? Denkzettel! Über das Für und Wider einer Einheitsgemeinde kann man streiten. Sie hat Vor- und Nachteile. Wobei auf Seiten der Verwaltung die Vorteile sicherlich überwiegen. Es ist erheblich einfacher, eine Einheitsgemeinde zu steuern, als einen Verbund aus mehreren eigenständigen Gemeinden. Aber gerade für die finanzschwachen Gemeinden gibt es auch Vorteile. Müssen sie jetzt jeden Cent einzeln umdrehen, um sich eine Straßenlaterne leisten zu können, würde in einer Einheitsgemeinde das Geld aus dem großen Topf in die Ortschaft fließen.

Aber sei's drum. Das Thema ist durch. Es bleibt beim alten Konstrukt - bis der Druck von außen aufgrund der immer schwieriger werdenden Haushaltslage so groß zu werden droht, dass auch ganz andere Konstellationen ins Spiel kommen könnten. Wer sich nicht bewegt, wird bewegt. Die Eigenständigkeit der Börde mit ihren gerade mal 6000 Einwohnern wird in den nächsten Jahren ein Dauerthema sein.

Um eins klarzustellen: Das Votum gegen die Einheitsgemeinde sollte nicht als eines gegen Samtgemeindebürgermeister Frank Springer, erst ein halbes Jahr im Amt, aufgefasst werden. Er hatte den Auftrag von der Politik erhalten, die Umbildung der Kommune auszuloten und im Fall der Zustimmung zu gestalten. Das hat er, zunehmend überzeugt, getan, mit dem bekannten Ergebnis. Einige, denen das alles offenbar zu schnell ging, haben sich auf die Hinterbeine gestellt. Fraglich, ob sie sich damit einen Gefallen getan haben.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Ulrich Rohde
Ulrich Rohde

Redaktionsleiter
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

rohde@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Nach der PHP-Sicherheitslücke

Kommentar zur PHP-Lücke: Wenn das Vertrauen der Cuxland-Nutzer zur Schwachstelle wird

Kommunalwahl 2026

Kommunalwahl im Cuxland: Unerwartete Ausgänge & beunruhigende Erkenntnis (Kommentar)

Standpunkt

Kommentar zum Gemeinderat Wingst: Möchtegern-Bürgermeister und misslungene Leitung

Baumschutz versus Bauprojekte

Cuxhavens Umgang mit alten Bäumen hinterlässt schalen Beigeschmack (Kommentar)