Die Grünen LKWs von Bodo Freimuth transportieren den Split aus Norwegen vom Hafen auf die Baustelle. Hier warten schon die Planierraupen. Foto: Fischer
Die Grünen LKWs von Bodo Freimuth transportieren den Split aus Norwegen vom Hafen auf die Baustelle. Hier warten schon die Planierraupen. Foto: Fischer
Das passiert auf der Baustelle

Neue Logistikfläche im Hafen von Cuxhaven: Großbaustelle nimmt Form an

von Tim Larschow | 04.07.2023

Von morgens bis abends rollen LKWs von der "Kiesschräge" im Neuen Fischereihafen zur Großbaustelle an der Neufelder Straße. Voll beladen mit Split aus Norwegen. Doch auf dem Gelände der ehemaligen Müllersiedlung passiert noch viel mehr.

Auf dem 16 Hektar großen Areal entsteht eine neue Logistikfläche für den Terminalbetreiber Cuxport - hier sollen zukünftig Autos stehen. "Die Arbeiten gehen gut voran", fasst es Vorarbeiter Gevin Hinck auf der Baustelle von Bodo Freimuth im Hafen zusammen. Doch was genau bedeutet das?

"Wir sind aktuell dabei, die 30 Zentimeter hohe Tragschicht aus Schotter auf der Fläche aufzutragen", erklärt Hinck. Die dafür benötigte Menge Split kommt mit dem Schiff aus Norwegen. Am Dienstag machte das 137 Meter lange Mehrzweckschiff "Tali" an der Kiesschräge im Cuxhavener Hafen fest - an Bord 13.000 Tonnen Mineralgemisch aus Norwegen für die Cuxport-Baustelle. "Zurzeit fahren drei LKWs dauerhaft hin und her und bringen den Split auf die Baustelle", erklärt der Vorarbeiter. Der Schotter wird dann ausgeschüttet, planiert und verdichtet. Bisher wurden per Schiff rund 45.000 Tonnen angeliefert - kalkuliert wurden 60.000 Tonnen für die Fertigstellung der Tragschicht, auf die im Anschluss die Betonschicht kommt.

"Wir sind im Zeitplan"

Parallel wird auf der zukünftigen Logistikfläche an der Entwässerung gearbeitet. Dafür heben Bagger rund um das Gelände einen Graben aus. Von hier kann das Regenwasser dann in die sich im Bau befindenden Regenrückhaltebecken fließen. Die Rückhaltebecken nehmen zukünftig das Regenwasser auf, welches in der Vergangenheit in den Teich auf dem Gelände gelaufen ist.  "Das Wasser im Teich wurde abgepumpt, die Fische entnommen und umgesetzt, der Schlamm entfernt und anschließend alles mit Sand aufgefüllt", berichtet Hinck.

Damit die Anwohner der Papenstraße zukünftig möglichst wenig von dem Trubel auf der Cuxport-Logistikfläche mitbekommen, wird zurzeit auch ein Lärmschutzwall hergestellt. "Wir sind im Zeitplan", sagt Hinck. Für Terminalbetreiber Cuxport birgt die neue Fläche nach der Fertigstellung viele Vorteile.

Im Hafen wird mehr Platz benötigt

Durch die Nachwirkungen des Brexits werden im Cuxhavener Hafen dringend neue Flächen benötigt. Zusätzliche Logistikflächen für den Frachtverkehr würden zukünftig zwingend benötigt. Ohne ein erweitertes Flächenangebot für die zollbedingt notwendige Zwischenlagerung bestünde die Gefahr, dass Logistikunternehmen für den Handel mit Großbritannien auf andere Häfen ausweichen.

Die sogenannte Fläche "B113" im Cuxhavener Hafen ist 16 Hektar groß. Hier soll zukünftig alles gelagert werden können - vorrangig Autos. "So entsteht eine Entlastung für piernahe Flächen", erklärte Cuxport-Geschäftsführer Claudius Schumacher. Diese würden für den Transport und die Lagerung von Bauteilen für Windkraftanlage benötigt.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Tim Larschow
Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

larschow@no-spamcnv-medien.de

 

Lesen Sie auch...
Niedersächsische Seehäfen

Seegüterumschlag wächst: Cuxhaven verbessert Vorjahresergebnis um 26 Prozent

von Redaktion

Die niedersächsischen Seehäfen erleben 2025 einen Boom. Dank beeindruckender Zuwächse, besonders in Cuxhaven und Wilhelmshaven, zeigen sich die Häfen als zentrale Drehscheiben der Energiewende und des internationalen Handels.

Cuxhavener Wahrzeichen

Feuerschiff "Elbe 1" im Dock: Dringende Arbeiten zum Erhalt der Fahrtüchtigkeit nötig

von Tim Larschow

Das Feuerschiff "Elbe 1" liegt derzeit wieder im Dock. Es müssen dringende Arbeiten zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit durchgeführt werden. Cuxhavener wundern sich, warum die "Rote Lady" nach dem langen Werftaufenthalt erneut trocken liegt.

Fahrplanänderung

"Helgoland" bleibt im Hafen: Fahrt von Cuxhaven zur Insel von "Nordlicht" übernommen

von Märthe Werder

Die Reederei Cassen Eils musste am Donnerstag kurzfristig umplanen: Statt der "Helgoland" fuhr der Katamaran "Nordlicht" Gäste auf die Insel. Die Reederei schildert den Grund für den Ausfall.

Maritimer Koordinator 

Den Kuchen für Werften und Reedereien an Nord- und Ostsee größer machen

von Ulrich Rohde

Mit ambitionierten Plänen zur Stärkung der Werften und Reedereien an der Küste will die Bundesregierung Impulse für den Schiffbau setzen und die nationale Sicherheit stärken. Ein Großbürgschaftsprogramm und die Tonnagebesteuerung stehen im Fokus.