Die Kegelrobbe gilt als größtes Raubtier Deutschlands und fühlt sich auf Helgoland richtig wohl. Das zeigt der neue Geburtenrekord. Foto: Marika Richters
Baby-Boom

Neuer Rekord: Immer mehr Kegelrobbenbabys auf Helgoland

von Redaktion | 11.01.2022

HELGOLAND. Noch ist die Geburtensaison nicht vorbei - doch bereits jetzt steht fest: Es ist ein neuer Höchststand bei den Kegelrobbengeburten auf Helgoland erreicht.

In der Wurfsaison 2021/22 sind bisher 669 Tiere geboren worden, sagte Rebecca Ballstaedt, die für die Kegelrobben zuständige Schutzgebietsleiterin des Vereins Jordsand auf Helgoland, der Deutschen Presse-Agentur.

Immer mehr Tiere

Die Hauptgeburtenzeit sei beendet, aktuell würden noch ein bis zwei Tiere pro Woche geboren. Die ersten Jungtiere dieser Saison auf Helgoland kamen Mitte November zur Welt. In der vergangenen Saison wurden 653 Kegelrobben auf Helgoland geboren - eines davon auf der Hauptinsel. Seit der ersten erfassten Kegelrobbengeburt auf der Helgoländer Düne im Winter 1996/97 stieg die Geburtenzahl jährlich.

Kegelrobben sehr sensibel

Besonders die ersten Lebenswochen der Kegelrobbenjungen sind den Angaben zufolge sehr sensibel. Bei der Geburt haben die Jungtiere ein weißes Babyfell, das sogenannte Wollfell. Es schützt vor Wind und Kälte, ist aber nicht wasserdicht. Daher sind die kleinen Robben die ersten Wochen darauf angewiesen, an hochwassergeschützten Strandabschnitten zu liegen.

Strände von Helgoland gesperrt

Um die Tiere vor Störungen und Menschen vor Verletzungen durch wachsame Muttertiere oder Bullen zu schützen, sind die Strände seit November für Besucher gesperrt. Es gibt aber die Möglichkeit, über einen Erlebnisrundweg mit Aussichtsmöglichkeiten entlang der Kolonie zu spazieren und die Tiere zu beobachten. Dieses Angebot für robbeninteressierte Spaziergänger und Fotografen werde sehr gut angenommen, sagte Ballstaedt. (dpa)

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