Probleme am Duhner Loch: Lösung für Wattweg zwischen Cuxhaven und Neuwerk in Sicht
CUXHAVEN/NEUWERK. Jahrelang hatten Wattwagen-Fahrer, die zwischen Cuxhaven und Neuwerk pendeln, mit Problemen am Duhner Loch zu kämpfen. Jetzt könnte eine Lösung kommen.
Diese Nachricht von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) lässt Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer jubeln: "Ich bin happy. Es gibt eine Lösung für den Wattweg nach Neuwerk."
Per Brief habe Lies ihm am Mittwoch mitgeteilt, dass gemeinsam mit der Forschungsstelle Küste eine Möglichkeit gesehen werde, den Wattenweg von Cuxhaven nach Neuwerk um 500 Meter westwärts zu verlagern. "Damit sind auch die Wattwagenfahrer zufrieden, mit denen ich gesprochen habe", so Santjer gegenüber unserm Medienhaus.
Boden verfestigen
Dazu müssten dort Watt- und Prielboden verfestigt werden. Wie genau dies technisch auszusehen habe, sei Teil der Planungen, die jetzt unverzüglich aufgenommen werden könnten. Wenn alles klappe, sei mit der Umsetzung nach der Saison im Herbst 2022 zu rechnen.
Der Priel "Duhner Loch" auf dem Wattweg von Cuxhaven nach Neuwerk ist in den letzten Jahren durch Strömung und andere Einflüsse immer tiefer geworden. Für Wattwagen ist es immer schwieriger, dieses Nadelöhr zu passieren.
Protest rüttelt wach
Am 18. Mai dieses Jahres gab es zuletzt die groß angelegte Protestaktion "Uns steht das Wasser bis zum Hals" von Neuwerker und Cuxhavener Wattwagen-Unternehmen, um der Politik das Problem im Wattenmeer vor Augen zu führen.
Besonders seit 2016 soll es von Jahr zu Jahr immer schwieriger sein, die Insel Neuwerk auf dem Wattweg mit Pferdewagen oder zu Fuß zu erreichen. Der Wasserstand im Priel steigt an, jährlich um etwa 15 bis 20 Zentimeter. Bei höheren Wasserständen mussten immer öfter Kutschen und Wattwandernde umkehren.