Bürgerproteste zur Alten Liebe "nachvollziehbar": CDU sieht Fehler bei Cuxhavens OB
Die CDU/Die Demokraten-Ratsgruppe sorgt sich angesichts der geplanten Sanierung und Umgestaltung der Alten Liebe um das Ansehen der Stadt Cuxhaven im touristischen Wettbewerb.
Gruppenvorsitzender Thiemo Röhler (CDU) erklärt in einer Stellungnahme dazu: "Wir sind überrascht vom Verhalten des Oberbürgermeisters in dieser Diskussion. Er selbst war es, der ohne jede Not das Thema ohne jede Transparenz in die Öffentlichkeit gebracht hat."
Dass NPorts als Hafengesellschaft fünf Millionen Euro in die Hand nehme, um die Standsicherheit der Alte Liebe zu gewährleisten, sieht die Gruppe zwar als "ein sehr positives Signal". Unverständlich ist nach Ansicht von CDU und Demokraten jedoch, dass Oberbürgermeister Uwe Santjer "eine abgeschlossene Planung von derartiger Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger lediglich beiläufig in einem einzigen Fachausschuss vorstellen lässt, ohne vorherige Einbindung kommunaler Gremien."

Die öffentliche Diskussion sei nun die Folge dieses Vorgehens. Die Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger seien nachvollziehbar. "Cuxhaven muss aufpassen, dass sie ihr Standing im touristischen Wettbewerb nicht aufs Spiel setzt. Hierfür sind Sehnsuchtsorte wie die Alte Liebe ein wichtiger Baustein", heißt es in der Pressemitteilung.
Röhler weiter: "Es ist bezeichnend, dass der Oberbürgermeister erklärt, dass in seiner Brust zwei Herzen schlagen, ohne jedoch klar Stellung für die Stadt zu beziehen. Wir erwarten von ihm Vorschläge, die das Ansinnen der Bürgerinnen und Bürger aufgreifen."
Zugleich stellt die Gruppe klar, dass es die CDU war, die im Rahmen ihrer Veranstaltung "Stadtgespräch" die Öffentlichkeit informiert und damit die breite Diskussion überhaupt erst ermöglicht hat. Die Gruppe CDU/Die Demokraten habe daher für die nächste Ratssitzung am Donnerstag, 26. Februar, beantragt, diesen Punkt auf die Tagesordnung zu setzen. Gefordert wird ein Sachstandsbericht des Oberbürgermeisters.
