Das Thema Gorch-Fock-Schule wird Ratsmitglieder einmal mehr beschäftigen: CDU/Die Demokraten haben einen Antrag eingebracht. Foto: Reese-Winne
Das Thema Gorch-Fock-Schule wird Ratsmitglieder einmal mehr beschäftigen: CDU/Die Demokraten haben einen Antrag eingebracht. Foto: Reese-Winne
Schulpolitik

Gorch-Fock-Schule in Cuxhaven: Drei Varianten für den Schulstandort im Gespräch

von Kai Koppe | 23.09.2025

Die Zukunft der Gorch-Fock-Schule ist neuerlich Thema im Rat. Es gibt einen neuen Antrag, in dem ein Rückkauf des Alt-Gebäudes eine Rolle spielt.

Eigentlich schien alles gesagt, als der Rat der Stadt am 10. Dezember vergangenen Jahres über die Zukunft der Gorch-Fock-Schule abstimmte. Der Beschluss wurde seinerzeit einstimmig getroffen. Mitglieder sämtlicher im Stadtparlament vertretenen Gruppen oder Fraktionen votierten für die Errichtung eines Grundschulneubaus auf dem Gelände der Hermann-Allmers-Hallen (zuzüglich der umliegenden städtischen Flächen). "Der Bau soll, wenn möglich, nach Ausschreibung an einen Generalunternehmer vergeben werden und in serieller Modulbauweise, vorzugsweise in Holz, entstehen", hieß es in der Beschlussvorlage. "Auf eine möglichst kurze Bauphase ist Wert zu legen."

Gut ein Dreivierteljahr ist seither vergangen, und in der Ratssitzung am Donnerstag wird nach derzeitigem Sachstand erneut über die Frage diskutiert werden, wie man den viel zitierten Knoten beim Thema Gorch-Fock-Schule durchtrennt. Was die Sache nicht einfacher machen dürfte, ist der Umstand, dass neben dem einen beschlossenen Lösungsansatz zwei weitere Varianten auf dem Tisch liegen. Nachfolgend alle drei Szenarien im Detail:

  • Die Initiative "Go For Gorch Fock" möchte über ein Bürgerbegehren den Rückkauf des seit zwölf Jahren brachliegenden Schul-"Stammgebäudes" an der Gorch-Fock-Straße 8 erreichen. Das einstige Schulhaus, längst in Privatbesitz, soll zurückgekauft und auf dem Wege einer Komplettsanierung in ein zeitgemäßes Grundschulgebäude verwandelt werden. Ein Erweiterungsbau ist als Ergänzung vorgesehen. 
    Das Ziel der Initiative entspricht in wesentlichen Punkten einem Antrag, den der FDP-Fraktionsvorsitzende Günter Wichert im Oktober 2023 in den Rat eingebracht hatte. In der oben erwähnten Ratssitzung votierte er allerdings ebenfalls für "Neubau auf dem Gelände der Hermann-Allmers-Hallen".
  • Die Neubau-Option favorisiert die Ratsgruppe CDU/Die Demokraten, die mit Blick auf die kommende Ratssitzung allerdings einen über den Ursprungsbeschluss aus 2024 hinausgehenden Antrag gestellt hat. Jener sieht vor, dass die Siedlungsgesellschaft Cuxhaven AG in die Rolle des Generalunternehmers schlüpft und eine Fläche erwirbt, die von den Hermann-Allmers-Hallen bis zum ehemaligen Schulgebäude reicht. An dessen Stelle soll moderne Wohnbebauung entstehen. Die künftige Schule (vierzügig) würde an der Hermann-Allmers-Straße errichtet, genauso eine dreigruppige Kita. Dafür muss bestehende Wohnbebauung weichen, Mieter sollen mithilfe der "Siedlung" anderenorts adäquaten Wohnraum beziehen. Die rückwärtig angrenzende Wohnbebauung soll durch einen Wall vor Schallemissionen geschützt werden. Auf der Fläche der Hermann-Allmers-Hallen wollen CDU/Die Demokraten eine Doppelturnhalle realisiert wissen.
  • Den nach wie vor gültigen Ursprungsbeschluss verteidigt die Ratskooperation (SPD, Grüne, Die Cuxhavener) als den richtigen Weg. Entgegen anderslautender Aussagen sei ein Dreiklang aus vierzügiger Grundschule, Kita und Turnhalle auch auf den bereits im Besitz der Stadt befindlichen Flächen realisierbar. Ob der vorhandene Platz auch für eine Doppelturnhalle reicht, bilde die einzige Frage: "Alles andere ist möglich". In der SPD-Fraktion vertritt man ferner die Auffassung, dass der von einem Gutachterbüro definierte Kostenrahmen für einen Schulneubau mit 30 Millionen Euro zu hoch angesetzt ist. Man gehe davon aus, dass der Preis für ein unter modernen Gesichtspunkten errichtetes, kompaktes Schulhaus deutlich geringer ausfällt, heißt es dort unter Berufung auf Praxisbeispiele.
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    Kai Koppe

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