Der insolvente Deko-Händler Depot schließt bis zum Jahresende mindestens 27 Filialen in Deutschland. Was wird aus der Filiale an der Abschnede in Cuxhaven? Foto: Mangels
Der insolvente Deko-Händler Depot schließt bis zum Jahresende mindestens 27 Filialen in Deutschland. Was wird aus der Filiale an der Abschnede in Cuxhaven? Foto: Mangels
Deko-Händler

Depot in Cuxhaven: Entscheidung über die Zukunft der Filiale ist gefallen

von Christian Mangels | 27.11.2024

Das Handelsunternehmen Depot steckt in der Krise und will bis zum Jahresende 27 Filialen in Deutschland schließen. In den Medien macht eine Streichliste die Runde. Welche Pläne gibt es für den Standort in Cuxhaven?

In der Vorweihnachtszeit ist in der Cuxhavener Depot-Filiale an der Abschnede oft besonders viel los. Das ist auch in diesem Jahr so. Die Adventszeit ist Deko-Zeit. Und das lockt wieder viele Kunden zu dem Spezialisten für Dekorationsartikel. Ob das auch in Zukunft so sein wird?

Die beliebte Deko-Kette, die zur Gries Deco Company gehört, steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und musste im Sommer Insolvenz anmelden. Christian Gries, Geschäftsführer des Einzelhandelsunternehmens, hat nun angekündigt, bis zum Jahresende mindestens 27 Filialen in Deutschland zu schließen. Das Filialnetz schrumpft damit auf 285 Geschäfte. Voraussichtlich werden noch weitere geschlossen. Die Verhandlungen mit einigen Vermietern laufen noch. "Läden, mit denen wir kein Geld verdienen, werden wir konsequent schließen", sagte Gries.

Die meisten betroffenen Mitarbeitenden sollen in andere Filialen versetzt werden. Etwa 50 der zuletzt noch insgesamt 3350 Beschäftigten verlieren mit der geplanten Schließung der 27 Filialen demnach ihren Job. In der Unternehmenszentrale im unterfränkischen Niedernberg sei die Zahl der Mitarbeiter seit Anfang des Jahres von rund 650 auf 500 verringert worden, heißt es.

Die Filialen in Bremen bleiben geöffnet

In Niedersachsen werden laut der seit einigen Tagen kursierenden Streichliste die Filialen in PeineLeer und Lingen geschlossen. In Hamburg macht das Depot-Geschäft an der Hamburger Meile im Stadtteil Barmbek-Süd dicht. Die drei Filialen in Bremen stehen nach derzeitigem Stand nicht auf der Streichliste des Unternehmens. 

Auch für die Filiale an der Abschnede in Cuxhaven schaute es nach außen hin nicht gut aus. Schilder mit Aufschriften wie "Totaler Räumungsverkauf" oder "Alles reduziert" vor dem Eingang vermittelten bereits im Frühjahr den Eindruck, dass das Ende eingeläutet wird.
Nun die gute Nachricht, für alle, die bei Depot in Cuxhaven gern shoppen: Dieser Standort ist in der Liste der Schließungen nicht dabei und wird nach derzeitigem Stand nicht geschlossen. Ob die Zukunft der Cuxhavener Filiale langfristig gesichert ist, bleibt aber ungewiss.

Das Cuxhavener Geschäft ist eine der wenigen noch existierenden Depot-Filialen im Elbe-Weser-Dreieck außerhalb Hamburgs und Bremens. In Dollern (Landkreis Stade) gibt es einen weiteren Depot-Laden. Die Bremerhavener Depot-Filiale im Columbus-Center wurde im Februar geschlossen.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Christian Mangels
Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

cmangels@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Fischereipolitik der EU

"Fisch-Gipfel" in Cuxhaven: Für die deutsche Fischerei wird der Spielraum immer enger

von Tim Larschow

Fangquoten, neue Vorschriften und zunehmende Bürokratie machen es Unternehmen zunehmend schwer im Wettbewerb mit Fischereierzeugnissen aus Drittstaaten mitzuhalten. Was das für den Fischereistandort Cuxhaven bedeutet, war Thema beim "Fisch-Gipfel".

Investitionen in die Zukunft

Siemens Gamesa investiert weiter in Cuxhaven - doch ab 2028 wächst die "Besorgnis"

von Tim Larschow

Siemens Gamesa investiert trotz unsicherer Zukunft weiter in Cuxhaven. Die geplanten Projekte zielen auf die Optimierung der Logistik und die Sicherung der Beschäftigung, doch ab 2028 drohen Unsicherheiten im Offshore-Markt.

Hoffnung auf Investor

Geti Wilba streicht 100 Stellen: So geht es in Cuxhaven und Bremervörde weiter

von Christian Mangels

Bei Geti Wilba verschärft sich die Lage: Rund 100 Beschäftigte haben ihren Arbeitsplatz verloren. Geschäftsführer Michael Hermanns bestätigt die Entlassungen. Doch es gibt Hoffnung - auch wenn die Verlagerung nach Cuxhaven vorerst gestoppt ist.