Auch das Deckwerk wurde genau inspiziert. Foto: Fischer
Auch das Deckwerk wurde genau inspiziert. Foto: Fischer
Deichsicherheit in Cuxhaven

Cuxhavens Deich von Groden bis Duhnen untersucht: Sicherheitsmaßnahme zeigt Wirkung

von Tim Larschow | 24.05.2024

Von der Offshore-Basis bis nach Duhnen reichte die Strecke, die der Cuxhavener Deichverband am Freitag inspizierte. Verbandsmitglieder und Vertreter der zur Schau geladenen Hilfsorganisationen und Behörden zogen abschließend ein Fazit.

Der Cuxhavener Deichverband lud am Freitag zu seiner traditionellen Frühjahrsdeichschau in Verbindung mit der Aufsichtsschau der Stadt Cuxhaven ein. Bei strahlendem Sonnenschein starteten um 10 Uhr zwei Gruppen vom Fährhafen aus in entgegengesetzter Richtung zum Deich. Die Marschroute führte dicht am Bollwerk entlang.

Gesperrte Bucht: "Diese Maßnahme war entscheidend"

In der Grimmershörnbucht zeigte sich sofort, dass die Sicherheitsmaßnahme des Deichverbandes und der Stadt gegriffen hatte - der Deich war im Bereich der Strandkörbe in einem einwandfreien Zustand. Die Nachricht, dass die Strandkörbe in der Grimmershörnbucht erst ab dem 15. Mai aufgestellt werden dürfen, sorgte zwar bei einigen Einheimischen und Gästen in Cuxhaven für Verärgerung, doch die meisten hatten Verständnis für das Verbot: "Für den Deich war diese Maßnahme entscheidend", betonte Schultheiß Jürgen Schubel am Freitag bei der Deichschau. "Wegen der Witterung und des stark aufgeweichten Bodens haben wir die Strandkörbe zum geplanten Termin nicht aufgestellt. Die Grasnarbe wäre zerstört worden", erklärte Schubel.

Zu Beginn der Deichschau teilte Schultheiß Jürgen Schubel die Gruppen ein. Ein Teil machte sich auf den Weg zur Kugelbake, der andere inspizierte unter anderem die Sperrwerkstore im Hafen. Foto: Fischer

Jetzt, wo die Strandkörbe endlich stehen, müsse aber dringend auf eines geachtet werden. "Die Strandkörbe müssen mindestens einmal pro Woche umgestellt werden, damit sich das Gras darunter erholen kann. Besser wäre es sogar, die Strandkörbe zweimal pro Woche zu versetzen", appelliert der Schultheiß.

Bei der Deichschau in Cuxhaven geht es nicht nur um den Deichkörper selbst, sondern auch um den Zustand der Befestigungen, die verhindern, dass sich die Elbe ins Deichvorland frisst. Gemeinsam wurde diskutiert, in welchem Zustand sich das Deckwerk befindet und an welchen Stellen Nachbesserungen erforderlich sind. Dass an vielen Stellen Gras aus dem Deckwerk wächst, sei gar nicht schlecht, sagte Schubel. Dadurch werde das Deckwerk zusätzlich gestärkt. Das Fazit wurde bei der Abschlussbesprechung im Strandhotel Duhnen gezogen. Lediglich kleinere Mängel waren bei der Begehung des Elbufers und der Befestigungen im Hafen festgestellt worden. Entsprechend positiv fiel das Fazit aus: Der Deich wurde für "schaufrei" erklärt.

Eine Deicherhöhung oder Deichverstärkung

Ein weiteres Thema, das die Küstenschützer beschäftigt, ist der Neubau des Sahlenburger Deiches. Als Planungspartner des Cuxhavener Deichverbandes treibt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Überlegungen für einen Deich in Sonderbauweise inklusive Schöpfwerk voran, um den Belangen von Küstenschutz, Naturschutz und Tourismus gerecht zu werden.

"Nächstes Ziel ist es, die Planfeststellungsunterlagen einzureichen. Das wollen wir im nächsten Jahr machen. Dann folgt das Planfeststellungsverfahren. Wenn alles gut läuft, können wir 2027 bauen", fasste es Jürgen Schubel zusammen. Für die Planungen in Sahlenburg erhält der Cuxhavener Deichverband Gelder aus den Küstenschutzmitteln. Eine Deicherhöhung oder Deichverstärkung sei laut Schubel in den nächsten beiden Jahren nicht geplant. 

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Tim Larschow

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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