Während sich hier die Traber auf der Zielgeraden befinden, ist der Duhner Wattrennverein mit dem "Aufgalopp" ins Jahr 2024 gestartet. Archivfoto: Adelmann
Während sich hier die Traber auf der Zielgeraden befinden, ist der Duhner Wattrennverein mit dem "Aufgalopp" ins Jahr 2024 gestartet. Archivfoto: Adelmann
Traditionelles Grünkohlessen

"Aufgalopp" für Duhner Wattrennen ins Jahr 2024: Kritik vom Vereinspräsidenten

01.02.2024

Über 100 Personen sind zum Grünkohlessen des Duhner Wattrennvereins gekommen - darunter Sponsoren, Helfer sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Rennsport. Beim "Aufgalopp" gab es auch kritische Töne zu vernehmen.

Als Dankeschön für die Sponsoren und Helfer und gleichzeitig als "Aufgalopp" für 2024 richtet der Verein für Pferderennen auf dem Duhner Watt jährlich ein Grünkohlessen im Strandhotel Duhnen aus. Präsident Jos van der Meer berichtete von einem erfolgreichen Wattrennen 2023. Für 2024 seien die Vorbereitungen in vollem Gange.

Kritik gab es in Richtung Verwaltung für das im vergangenen Jahr geforderte große Aufgebot an Sicherheitskräften - verbunden mit der Bitte, die Regelungen zu überdenken. Ansonsten war der Präsident voll des Lobes für die gute Zusammenarbeit in allen Bereichen. Besonders hob van der Meer die langjährige Kooperation mit dem Marinefliegerkommando Nordholz hervor, die in diesem Jahr planen, einen Hubschrauber auf dem Veranstaltungsgelände auszustellen.

Die Bedeutung des Duhner Wattrennens für Cuxhaven

Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Reitsports für Cuxhaven hervor. Mit Kitesurfen und vielen anderen Freizeitaktivitäten habe die Stadt einen hohen Aufenthaltswert für Neubürger.

Präsident Jos van der Meer und Vizepräsident Siegfried Mett mit den Gastrednern Landrat Thorsten Krüger, Pferdesportler Günter Lühring, Cuxhavener Oberbürgermeister Uwe Santjer und Dr. Martin Lübbecke vom Unterelbeschen Renn-, Reit- und Fahrverein beim "Aufgalopp 2024". Foto: Drossner

Landrat Thorsten Krüger unterstrich in seinem Grußwort die Relevanz der Pferdeveranstaltungen als Netzwerk-Events. Bei den Pferdeveranstaltungen würden Wirtschaft und Freizeit zusammengebracht werden. Ihn persönlich faszinierten bei den Reitsport-Events nicht nur die Pferde und der Reitsport, sondern auch das ganze Drumherum.

Dr. Martin Lübbeke vom Unterelbeschen Renn-, Reit- und Fahrverein überbrachte die Grußworte aus dem Pferdesport und hob die Sozialkompetenz hervor, die mit Pferdesport erzielt werde, weil Pferd und Reiter nur als Team funktionierten. Pferdesport habe sein Image als Luxussport abgelegt und sei heute ein Breitensport, der von allen unterstützt werden sollte, um die Sozialkompetenzen in der Gesellschaft zu stärken. Allerdings müsse man bei den aktuellen Kostenentwicklungen genau darauf achten, dass der Pferdesport nicht wieder ein Luxussport wird.

Trotz seiner 80 Jahre immer wieder beim Duhner Wattrennen

Günter Lühring ist mit seinen 80 Jahren fast jedes Jahr in Duhnen am Start und hat schon mehrfach das "Blaue Band des Wattenmeeres" gewonnen. Er berichtete eindrucksvoll und emotional, wie er als Bauernjunge auf Arbeitspferden mit dem Reiten zu Kindheitszeiten begonnen hatte, zwischendurch dann einen Abstecher zum Segeln und Motorboot gemacht hatte und irgendwann dann mehr oder weniger durch Zufall und durch gute Freunde zum Trabrennsport gekommen ist. Trotz vieler Höhen und Tiefen ist er dem Trabrennsport bis ins hohe Alter treu geblieben. Sein Motto: "Ein Sulki ist besser als ein Gehwagen". Es motiviert ihn, in den kommenden Jahren weiterhin am Duhner Wattrennen teilzunehmen.

Das diesjährige Wattrennen geht am Sonntag, 14. Juli, ab 10.30 Uhr über die Bühne. Der Kartenvorverkauf auf www.duhner-wattrennen.de ist bereits gestartet. (rd)

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