Rabattaktion: Die Hammer Raumstylisten GmbH wirbt mit 20 bis 50 Prozent auf das gesamte Sortiment. Foto: Larschow
Rabattaktion: Die Hammer Raumstylisten GmbH wirbt mit 20 bis 50 Prozent auf das gesamte Sortiment. Foto: Larschow
Räumungsverkauf startet 

Filialen wie in Cuxhaven vor dem Aus: Jeder zweite Hammer-Markt soll jetzt schließen 

von Tim Larschow | 17.03.2026

Für die Hammer-Märkte in Deutschland spitzt sich die Lage dramatisch zu: Insolvenz, Räumungsverkauf und leere Regale. Ob es noch Hoffnung für Standorte wie Cuxhaven gibt, ist unklar - die Hälfte aller Märkte soll geschlossen werden. 

Im Oktober 2025 wurde die Unternehmensgruppe Brüder Schlau von dem sogenannten "REThink-Konsortium" übernommen. Hintergrund war die Insolvenz der Unternehmensgruppe Brüder Schlau. Geplant war eine Neuausrichtung unter dem Namen Hammer Raumstylisten GmbH. Der Hammer-Markt in Cuxhaven gehörte zu den Standorten, die fortgeführt werden sollten - bis jetzt.

Doch am 27. Januar 2026 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Hammer Raumstylisten GmbH angeordnet und ein Rechtsanwalt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Jetzt sieht es düster aus für den Cuxhavener-Standort.

Die insolvente Hammer Raumstylisten GmbH sucht derzeit nach Investoren, um das Unternehmen zumindest teilweise zu erhalten. Zwar sei es gelungen, "den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren", und die meisten Filialen sind aktuell noch geöffnet, doch die Zukunft bleibt ungewiss - einige Märkte müssen schließen teilten die Raumstylisten mit.

Gerüchte über eine baldige Schließung

Besonders kritisch: Für rund die Hälfte der Standorte soll es keine Interessenten geben, die das bisherige Konzept fortführen wollen. Deshalb müssen dort bereits "Räumungsverkäufe eingeleitet werden". Parallel laufen Gespräche mit möglichen Käufern, von denen einige Filialen übernehmen, jedoch unter eigenem Konzept weiterführen möchten. In Cuxhaven leeren sich die Regale weiter. Gerüchte über eine baldige Schließung des Standortes halten sich derweil hartnäckig, nicht zuletzt wegen der großflächigen Plakatierung, die Rabatte von bis zu 50 Prozent bewirbt.

Bis Ende März sind die Gehälter der rund 1.100 Beschäftigten über das Insolvenzgeld gesichert. Eine Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens wird in den kommenden Wochen erwartet. Dann entscheidet sich, ob und in welcher Form das Unternehmen überhaupt bestehen bleibt. Hammer wird, wenn überhaupt, deutlich verkleinert weiterexistieren. Auf Nachfrage, was mit Cuxhaven passiert, bleibt es bei der Antwort von Ende Februar: "Zum aktuellen Zeitpunkt können wir keine weiteren Auskünfte erteilen und bitten um Verständnis."

Verbraucherschützer schlugen bereits Alarm und warnten vor Risiken für Käufer. Mindestens drei Firmen der Brüder Schlau Gruppe sind insolvent - alle mit sogenannter Masseunzulänglichkeit, und "daher kaum Chancen auf Rückzahlungen oder Vertragserfüllung", warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

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Tim Larschow

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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