Das Bauunternehmen J.D. Hahn aus Hechthausen setzt derzeit einen Arbeitsponton ein, um von der Wasserseite aus mit schwerem Gerät die maroden Reibpfähle aus Holz zu entfernen. Foto: Larschow
Das Bauunternehmen J.D. Hahn aus Hechthausen setzt derzeit einen Arbeitsponton ein, um von der Wasserseite aus mit schwerem Gerät die maroden Reibpfähle aus Holz zu entfernen. Foto: Larschow
Das sind die nächsten Schritte

Kaimauersanierung im AFH Cuxhaven: Der Termin für den ersten Rammschlag steht fest

von Tim Larschow | 07.03.2025

Die Sanierung der Kaimauer im Alten Fischereihafen Cuxhaven schreitet voran. Die Bauunternehmen Joachim Tiesler und J.D. Hahn (Hechthausen) haben den Zuschlag erhalten und mit den Vorbereitungen begonnen. Der Termin für den ersten Rammschlag steht.

Den Zuschlag für die Bauarbeiten erhielt die Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Joachim Tiesler aus Elsfleth und J.D. Hahn aus Hechthausen, die nun mit den Vorbereitungen für die Umsetzung begonnen haben. Im Januar wurde eine Kampfmittelsondierung durchgeführt, und aktuell entfernt das älteste Bauunternehmen Deutschlands, J.D. Hahn aus Hechthausen, die sogenannten Reibepfähle an der Kaimauer.

Die Wasserbaufirmen haben sich in einer europaweiten Ausschreibung als wirtschaftlichste Bieter qualifiziert. Jörg Staiger, Geschäftsführer der AFH Alter Fischereihafen GmbH, freut sich, dass der Auftrag nun an eine lokale Arbeitsgemeinschaft vergeben werden konnte.

 Fertigstellung für Ende 2025 vorgesehen

Die Erneuerung der Kaimauer ist ein essenzieller Bestandteil der langfristigen Entwicklung des Alten Fischereihafens und eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des gesamten Projekts.

Im engen Schulterschluss mit der Stadt Cuxhaven, dem Bauamt und der Kommunalpolitik setzt die AFH Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH damit die Weichen für die Entwicklung des historischen Hafenareals. Das Land Niedersachsen unterstützt das Vorhaben aus Programmen der N-Bank und trägt so zum Gelingen des Projekts bei.

Am 24. März wird vormittags der erste Rammschlag für die neue Kaimauer vollzogen. (Die genaue Uhrzeit wird rechtzeitig bekanntgegeben.) Die Fertigstellung der Sanierung ist für Ende 2025 vorgesehen.

Auf einer Länge von 1000 Metern wird im Bereich des Meinkenkais, des Dugekais und des Nordsekais eine neue Stahlspundwand vor die alte Kaimauer gesetzt. Der Nordsee- und Meinkenkai sind während der Bauzeit nur eingeschränkt nutzbar. Die Spundwände haben eine Tiefe von 20 bis 22 Metern und werden in Geländehöhe mit einem Betonfertigteil abgedeckt. Die Anlieferung erfolgt größtenteils vom Wasser, sodass mit nur wenigen Beeinträchtigungen der umliegenden Straßen zu rechnen ist.

"Das Tor zur Welt wird der krönende Abschluss"

"Wir freuen uns, dass wir diesen entscheidenden Schritt nun gehen können. Die Sanierung der Kaimauer war eine zentrale Voraussetzung für die Übernahme des Alten Fischereihafens von der landeseigenen Gesellschaft NPorts. Jetzt setzen wir unser zentrales Versprechen um", erklärt Norbert Plambeck.

Parallel zur Einbringung der Spundwand werden auch die Außenanlagen im Bereich des Meinkenkais neugestaltet, sodass im Jahr 2026 zur Eröffnung des Hotels in den Fischhallen 5 und 6 ein rundum erneuerter erster Bauabschnitt für Gäste und die Bewohner Cuxhavens in Betrieb gehen kann.

Der Alte Fischereihafen wird seitens der AFH Alter Fischereihafen GmbH zu einem urbanen Quartier umgebaut. Der erste Bauabschnitt umfasst auch die Erneuerung, den Umbau der Fischhallen 4, 5 und 6. Im Anschluss wird der Bereich Nordseekai entwickelt.

Bereits jetzt wird an der Umnutzung der denkmalgeschützten Netzhalle geplant. Insgesamt werden im ersten, bereits durchfinanzierten Bauabschnitt rund 100 Millionen Euro investiert.

Auch die Idee vom "Tor zur Welt" wurde noch nicht verworfen. Es soll der "krönende Abschluss" des Projekts werden, so die AFH GmbH. Der entsprechende Bebauungsplan befindet sich derzeit in Aufstellung. Das "Tor zur Welt" ist eine wichtige Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts, heißt es.

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tlarschow@no-spamcuxonline.de

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