Schnee, Sturm, Stillstand? So ernst wird die Wetterlage im Kreis Cuxhaven am Freitag
Heftiger Ostwind und neue Schneefälle: Ab Freitagmorgen sollen sich die Witterungsbedingungen in der Region zuspitzen.
Das war's noch nicht mit dem Schnee: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist am Freitag mit neuen Niederschlägen zu rechnen; heftiger als in den vergangenen Tagen könnte es dann sogar in puncto Winterwetter zur Sache gehen. Der Räumdienst werde die Entwicklung im Blick behalten, hieß es auf Nachfrage von Verwaltungsseite. Dort machten die Verantwortlichen allerdings keinen Hehl daraus, dass die im Winterdienst eingesetzten Kräfte schon jetzt alle Hände voll zu tun haben.
Rufbereitschaft im klassischen Sinne gibt es nicht mehr, jedenfalls nicht bei der Landesverkehrsbehörde in Stade: Im Unterschied zur üblichen Routine könnten die Kollegen schon darauf bauen, "dass sie raus müssen", erklärte der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter Falk Salomon. Eine Frage, ob man angesichts der zu erwartenden Verschärfung der Verkehrsbedingungen personell weiter aufstocke, beantwortete Salomon mit dem Hinweis auf Kapazitätsgrenzen: Wohl könne die Landesbehörde Beschäftigte aus anderen Bereichen (etwa aus der Wartung der Fahrzeuge) in den Winterdienst geben.
Räumfahrzeuge werden nicht stillstehen
"Womöglich haben wir dann aber ein Problem an anderer Stelle", so der Geschäftsbereichsvize, nach dessen Worten die Grenzen nicht durch die Manpower, sondern durch das zur Verfügung stehende Gerät gesetzt werden. "Es wird auf Garantie nicht passieren, dass ein Fahrzeug nicht bewegt wird", sagte Salomon mit Blick auf die Restwoche.
Ähnliches gilt nach Aussagen von Pressesprecher Marcel Kolbenstetter auch für den Bereich der Stadt Cuxhaven. Dort ist der Fachbereich 600 für den Räum- und Streudienst auf den Fahrbahnen der innerhalb der Straßenreinigungssatzung aufgeführten Straßen zuständig. In diesem Ressort seien nicht nur Straßendienstler, sondern auch andere Kräfte verfügbar. Um ein Beispiel zu geben, wies Kolbenstetter darauf hin, dass man "salopp gesprochen auch die Gärtner" in den Winterdienst einbinden könne. "Wir werden den Betrieb in den kommenden Tagen weiterführen", versprach der Stadtsprecher, der schon an den Vortagen bekräftigt hatte, dass sich die im Außendienst eingesetzten Kollegen nicht schonen würden, um die innerörtlichen Straßen so befahrbar wie möglich zu halten.
Wetterdienst erwartet stürmischen Ostwind
Bei der Samtgemeinde Land Hadeln mochte sich der zuständige Ordnungsamtsleiter zur Wochenmitte noch nicht vollständig festlegen: Nicht in Sachen Winterdienst, sondern in der Frage, ob der turnusmäßige Wochenmarkt am kommenden Freitag tatsächlich stattfinden kann. "Eigentlich sollte das so sein", sagte Thomas Claus. Er räumte jedoch ein, dass es im Zweifelsfall an den Marktbeschickern liege. Und an der Entscheidung, ihre zum Teil frostempfindliche Ware der Kälte auszusetzen oder auch nicht.
Dass sich für Freitag etwas zusammenbraut, stand am Mittwochnachmittag zumindest aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes außer Frage. "Im Laufe der zweiten Nachthälfte" werde es am Freitag zu neuen Niederschlägen kommen - und das bedeute zweifellos auch neuen Schnee. Im Dreieck zwischen Bremerhaven, Cuxhaven und Stade müsse man sich insbesondere am Freitagvormittag darauf einstellen, dass es in stärkerem Umfang schneie. Weil der neuerliche Wintereinbruch von starkem Ostwind begleitet werde, ist nach Angaben der Meteorologin auch mit Schneeverwehungen zu rechnen. Sie könnten ein besonderes Gefährdungspotenzial für den Straßenverkehr bergen.