Die Kindertanzgruppe „Umarmen“ bei „Cadenberge hilft“ zeigt sich stolz in ihren neuen einheitlichen Outfits, die mit Spenden aus der Adventsaktion „CN/NEZ-Leser helfen“ beschafft werden konnten. Foto: Cadenberge hilft
Die Kindertanzgruppe „Umarmen“ bei „Cadenberge hilft“ zeigt sich stolz in ihren neuen einheitlichen Outfits, die mit Spenden aus der Adventsaktion „CN/NEZ-Leser helfen“ beschafft werden konnten. Foto: Cadenberge hilft
"CN/NEZ-Leser helfen"

Solidarität im Kreis Cuxhaven: Leser spenden tausende Euro für Geflüchtete

von Ulrich Rohde | 14.01.2026

Die Adventsspendenaktion "CN/NEZ-Leser helfen" hat Flüchtlingsinitiativen in Altenwalde und Cadenberge ins Rampenlicht gerückt und durch großzügige Spenden über mehr als 6000 Euro neue Möglichkeiten eröffnet.

Die alljährliche Adventsspendenaktion "CN/NEZ-Leser helfen" ist abgeschlossen. Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Für die Flüchtlingsinitiativen "Offenes Herz Altenwalde" und "Cadenberge hilft" bot die Aktion die Gelegenheit, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Diese Möglichkeit wurde von den Initiativen und den engagierten Ehrenamtlichen in Altenwalde und Cadenberge gerne genutzt. Sie führten unsere Reporterinnen und Reporter ins Second-Hand-Kaufhaus des OHA in Altenwalde, wo 20 Einheimische und Geflüchtete dreimal pro Woche arbeiten. Sie zeigten, wie es in der Schach-AG von "Cadenberge hilft" zugeht, wo talentierter Nachwuchs die Feinheiten des königlichen Spiels kennenlernt und inzwischen sogar an offiziellen Turnieren teilnimmt.

Über zahlreiche Angebote berichtet

Die Leserinnen und Leser von CN und NEZ lernten die Nähstube von "Cadenberge hilft" kennen, wo sich geflüchtete und einheimische Frauen einmal pro Woche treffen, um Kleidungsstücke, Decken und Tücher anzufertigen. Wir haben über den Deutschunterricht in Cadenberge berichtet, wo ein ukrainischstämmiger Lehrer geflüchtete Landsleute unterrichtet.

Auch der Vorbereitungskurs auf die B2-Prüfung in deutscher Sprache für Flüchtlinge beim "Offenen Herz Altenwalde" wurde ausführlich vorgestellt. Die Sprachprüfung für geflüchtete Menschen ist der Schlüssel für den Weg in Ausbildung und Beruf. Auch das "Café Freundschaft", ein multikulturelles Café als Begegnungsort beim OHA hatte seinen verdienten Platz in der Berichterstattung über die Adventsaktion bekommen. Gleiches galt für das Internationale Café Cadenberge, das seit vielen Jahren weit mehr als ein Ort für eine Tasse Kaffee ist, sondern ein Treffpunkt für Menschen aus Deutschland und vielen anderen Ländern, an dem Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt stehen.

Erste Resultate der Spenden schon jetzt sichtbar

Und nicht zuletzt berichteten wir über die Kindertanzgruppe von "Cadenberge hilft", die bereits mehrere öffentliche Auftritte absolviert hat. Sie heißt "Umarmen" (ukrainisch: обійми). Hier gab es bereits ganz praktische Resultate der Adventsspendenaktion. Denn aus den von unseren Leserinnen und Lesern bereitgestellten Mitteln konnte für die Gruppe einheitliche, wintertaugliche Bekleidung beschafft werden, in der sich die Mitglieder der Gruppe bereits stolz präsentiert haben. Die Shirts sind übrigens in der Ukraine gefertigt worden. Ulrich Beushausen von "Cadenberge hilft" sagt: "Die Kinder sind mächtig stolz und die Eltern freuen sich auch sehr. Denn die Spendenbereitschaft zeigt ihnen, dass ihr Schicksal uns alle sehr berührt."

Mehr als 6000 Euro für die Flüchtlingsarbeit gespendet

Wir bedanken uns im Namen von "Offenes Herz Altenwalde" und "Cadenberge hilft" bei allen Spenderinnen und Spendern, die großzügig mit ihrer finanziellen Unterstützung dazu beigetragen haben, dass die vielfältigen Angebote der beiden Initiativen auch künftig fortgeführt werden können. Für die beiden Organisationen sind insgesamt 6095 Euro von 76 Spenderinnen und Spendern zusammengekommen. Sie haben dazu beigetragen, Wertschätzung zu demonstrieren und sie ins öffentliche Bewusstsein zu transportieren.

Noch wichtiger als das Spendenaufkommen sei für sie die Wahrnehmung und Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements und der unverstellte Blick auf das Leben der Geflüchteten in Cuxhaven und Umgebung, sagt OHA-Koordinatorin Mirjam Schneider, "ein wichtiges Signal für die Atmosphäre in unserer Stadt".

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Ulrich Rohde

Redaktionsleiter
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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