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Das bereits geborgene Heck des gesunkenen und zweigeteilten Frachters "Verity" liegt auf einer Plattform. Am 24. Oktober 2023 waren die "Verity" und der Frachter "Polesie" südwestlich von Helgoland zusammengestoßen. Die "Verity" sank. Foto: Sina Schuldt/dpa
Das bereits geborgene Heck des gesunkenen und zweigeteilten Frachters "Verity" liegt auf einer Plattform. Am 24. Oktober 2023 waren die "Verity" und der Frachter "Polesie" südwestlich von Helgoland zusammengestoßen. Die "Verity" sank. Foto: Sina Schuldt/dpa
Erneute Untersuchung

Nach "Verity"-Bergung aus der Nordsee: Spürhunde erschnüffeln Leichenteile im Wrack

13.09.2024 Zuletzt aktualisiert: 19.09.2024 12:31 Uhr

Spürhunde haben Körperteile eines vermissten Besatzungsmitglieds im Wrack der "Verity" gefunden. Das Schiff war nach einer Kollision mit der "Polesie" in der Nordsee bei Helgoland gesunken. Die Bergung des Wracks ist abgeschlossen.

Bei einer erneuten Untersuchung des Wracks des gesunkenen Frachters "Verity" haben Spürhunde Körperteile eines vermissten Besatzungsmitgliedes gefunden. Das teilte eine Sprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt mit. Die Identität des Toten ist noch unklar. Es sei aber sicher, dass es sich um einen der drei noch vermissten Männer handele, sagte sie. Das zweigeteilte Wrack war nach der Bergung Anfang September auf einer Plattform zu einer Werft in Rotterdam geschleppt worden. Dort wurden die Wrackteile erneut untersucht - auch mit Spürhunden.

Fünf der sieben "Verity"-Besatzungsmitglieder starben

Die Behörden gehen davon aus, dass bei dem Zusammenstoß des Küstenmotorschiffs "Verity" und des Frachters "Polesie" am 24. Oktober 2023 in der Deutschen Bucht insgesamt fünf Seeleute ums Leben kamen. Zwei von ihnen werden weiter vermisst. Die "Verity" mit sieben Seeleuten an Bord und einer Ladung von 187 Stahlbandrollen sank nach dem Zusammenstoß - zwei Besatzungsmitglieder überlebten.

Der Unfallort liegt rund 22 Kilometer südwestlich der Hochseeinsel Helgoland und 31 Kilometer nordöstlich der ostfriesischen Insel Langeoog - die Gegend ist eines der meistbefahrenen Seegebiete weltweit. 

"Verity"-Wrack lag viele Monate auf dem Meeresgrund

Die Bergung des Wracks war aufwendig und herausfordernd. Unter Wasser wurde das Schiff in zwei Teile geschnitten, später hob einer der stärksten Schwimmkräne Europas die Wrackteile mit tonnenschweren Ketten aus dem Wasser. Am 4. September wurde das letzte große Teil auf eine Plattform gelegt. Ein Schlepper zog beide Teile in die Niederlande, wo sie fachgerecht entsorgt werden sollen.

Inzwischen sind die Untersuchungen und Aufräumarbeiten an der Unfallstelle abgeschlossen. Das Sperrgebiet, das monatelang rund um den Unfallort galt, ist aufgehoben. Die Unfallstelle sei wieder frei für die Schifffahrt, sagte die Sprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. (dpa)

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