Das Buswartehäuschen musste für die Arbeiten demontiert werden. Vorsichtig näherten sich die Mitarbeiter der Schadensstelle an. Foto: Reese-Winne
Das Buswartehäuschen musste für die Arbeiten demontiert werden. Vorsichtig näherten sich die Mitarbeiter der Schadensstelle an. Foto: Reese-Winne
Wasser stürzt Hang herunter

Cuxhaven: Nur zwei Tage später neuer Wasserrohrbruch an der Hauptstraße in Altenwalde

von Maren Reese-Winne | 02.09.2024

Nur zwei Tage nach dem Schaden an der Hauptleitung in Altenwalde brach am Montagmorgen nur wenige hundert Meter entfernt das nächste Wasserrohr. Das Wasser lief geradewegs in zwei Häuser. Der Wasserversorgungsverband ist mit vielen Kräften vor Ort.

Wer sich am Wochenstart morgens für Arbeit und Schule fertig machen wollte, stand auf dem Trockenen: Am Montagmorgen war in vielen Straßen in Altenwalde schon wieder kein Wasser da. Diesmal war eine Versorgungsleitung gebrochen - nur zwei Tage nach dem Rohrbruch an der Hauptstraße, bei dem die Hauptleitung betroffen war.

Feuerwehr musste mit Pumpen kommen

Als Erstes fiel, wie auch schon am Sonnabend, der Druckabfall gegen 6 Uhr im Wasserwerk auf. An der Bushaltestelle Ecke Hauptstraße/Robert-Koch-Straße sprudelte das Wasser. Über die Hangstraße lief es geradewegs in die Wohnhäuser und Keller zweier Anlieger, bei denen das Wasser schnell bei einem halben Meter Höhe stand. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Cuxhaven und die Freiwillige Feuerwehr Altenwalde rückten zum Abpumpen an.

Haushalte blieben ohne Wasser

Unterdessen machten sich die Kräfte des Wasserversorgungsverbands Land Hadeln daran, die Zuflüsse "abzuschiebern" und das gebrochene Rohr zu lokalisieren. Die angeschlossenen Haushalte blieben in der Zeit vom Netz abgeschnitten. Recht bald stellte sich heraus, dass es diesmal eine Versorgungsleitung mit 100 Millimetern Durchmesser getroffen hatte.

Unter Wartehäuschen in die Tiefe gearbeitet

Und zwar ausgerechnet genau unter dem Buswartehäuschen, das folglich für die notwendigen Erdarbeiten abgebaut werden musste. Auch an dieser Baustelle mussten sich die Mitarbeiter behutsam und mit viel Handarbeit in die Tiefe vorarbeiten. Geschäftsführer Florian Heitsch vom Wasserversorgungsverband: "Ein Riesenproblem an all unseren Baustellen, ob bei Schäden oder bei der Leitungssanierung: Wir waren überall die Ersten. In den Jahrzehnten danach sind zahlreiche andere Leitungen kreuz und quer darüber verlegt worden."

Arbeiten an der Hauptleitung dauerten die ganze Nacht

Tiefer noch als an der Bushaltestelle mussten die Mitarbeiter aus der Wochenend-Bereitschaft am Sonnabend nach dem Rohrbuch an der Treppe zum Franzenburger Weg gehen. Die Arbeiten dauerten fast die ganze Nacht, erst gegen 5 Uhr am Sonntag konnten sie abgeschlossen werden. Alle Passanten hätten Verständnis gezeigt und seien freundlich geblieben, so ein Mitarbeiter, der erst um 6 Uhr am Sonntag wieder zu Hause war.       

"Der Schaden ist repariert und die Leitung wieder in Betrieb", so Florian Heitsch. Es habe sich wie schon zu Weihnachten 2023 um die bis nach Oxstedt reichende Hauptleitung (Durchmesser: 200 Millimeter) gehandelt. Am Sonntag wurde diese noch mehrere Stunden gespült. Die Absperrungen bleiben noch stehen, bis der Boden wieder verfüllt und der Bürgersteig neu gepflastert ist.

Sanierung soll im Ort 2025 weitergehen

Beide Rohrbrüche müssten, obwohl in Sichtweite, nicht unbedingt miteinander in Verbindung stehen, so der Experte, wenngleich Druckschwankungen eine Belastung ausgeübt haben könnten. Der Verband sei sich über das alte und anfällige Rohrnetz in Altenwalde im Klaren. Erst zu Weihnachten 2023 hatte es an der Verbindung von der Hauptstraße zum Franzenburger Weg einen großen Schaden gegeben.

Die Sanierung des Netzes gehe beständig voran, versichert Florian Heitsch. In kommenden Jahr solle es in Altenwalde weitergehen, während in diesem Jahr Altenbruch im Fokus stehe.

Die betroffenen Anwohner müssen sich jetzt mit ihrer Hausratversicherung auseinandersetzen, die üblicherweise in solchen Fällen greift.

Wird es Thema im Ortsrat?

Weiterhin hat Dietmar Rehfeld, Ortsratsmitglied der CDU, in der vergangenen Woche, also noch vor den beiden jetzigen Ereignissen, angeregt, zur kommenden Ortsratssitzung am 16. September Vertreter des Wasserversorgungsverbands einzuladen.

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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