Der Startschuss für ein neues Kapitel in der Geschichte des Hafens: Dieser rote Knopf stand bei der feierlichen Baustelleneröffnung im Mittelpunkt. Foto: Larschow
Der Startschuss für ein neues Kapitel in der Geschichte des Hafens: Dieser rote Knopf stand bei der feierlichen Baustelleneröffnung im Mittelpunkt. Foto: Larschow
Feierlicher Baubeginn

Norbert Plambeck drückt den roten Knopf: Kaimauersanierung im AFH Cuxhaven gestartet

von Tim Larschow | 24.03.2025

Strahlender Sonnenschein, gespannte Blicke und ein kleiner roter Knopf im Mittelpunkt des Geschehens. Norbert Plambeck tritt entschlossen vor. Er drückt den Knopf und ein dumpfes Wummern hallt durch den Alten Fischereihafen in Cuxhaven.

"Ich freue mich, dass es jetzt endlich richtig losgeht. Die Sanierung der Kaimauer war eine zentrale Voraussetzung für die Übernahme des Alten Fischereihafens (AFH). Jetzt setzen wir unser zentrales Versprechen um", sagte Norbert Plambeck, der am Montagvormittag allen Grund zur Freude hatte. Plambeck betonte bei den Feierlichkeiten am Montag erneut: "Die Erneuerung der Kaimauer ist ein essenzieller Bestandteil der langfristigen Entwicklung des Alten Fischereihafens und eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des gesamten Projekts."

Rammarbeiten im AFH haben begonnen

Die Veranstaltung begann im Hanseatensaal der Hapag-Hallen. Während auf einer großen Leinwand Grafiken die Zukunft des Areals skizzierten, blickte Norbert Plambeck zurück: auf Jahre der Planung, auf Rückschläge und auf den entscheidenden Moment 2016, als der Kaufvertrag endlich unterzeichnet wurde. Nun ist es das ausgesprochene Ziel, den Alten Fischereihafen zu neuem Leben erwachen zu lassen: Geplant sind Geschäfte, Hotels - insgesamt ein lebendiges Viertel, in dem sich sowohl Cuxhavener als auch Urlauber wohlfühlen und gerne verweilen.

Rund 200 Gäste aus Politik und Hafenwirtschaft waren gekommen, um den Auftakt für die Zukunft des Hafenareals mitzuerleben. Norbert Plambeck begrüßte die Anwesenden und nutzte die Gelegenheit, um all jenen zu danken, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hatten - eine lange Liste, die zeigte, wie viele an diesem Erfolg mitgewirkt hatten.

Bereits im Januar begann die Vorbereitung der Baustelle mit einer Kampfmittelsondierung. Danach entfernte Deutschlands ältestes Bauunternehmen, J.D. Hahn aus Hechthausen, die sogenannten Reibepfähle an der Kaimauer. Inzwischen ist auch Joachim Tiesler aus Elsfleth vor Ort - gemeinsam bilden beide Unternehmen eine Arbeitsgemeinschaft.

Auf einer Länge von 1000 Metern wird nun im Bereich des Meinkenkais, des Dugekais und des Nordsekais die neue Stahlspundwand vor die alte Kaimauer gesetzt. Der Nordsee- und Meinkenkai sind während der Bauzeit nur eingeschränkt nutzbar. Die Spundwände haben eine Tiefe von 20 bis 22 Metern und werden in Geländehöhe mit einem Betonfertigteil abgedeckt.

Die Anlieferung erfolgt größtenteils vom Wasser aus, sodass nur mit wenigen Beeinträchtigungen der umliegenden Straßen zu rechnen ist. Die Fertigstellung der Sanierung ist für Ende 2025 vorgesehen, und die Rammarbeiten sollen laut Norbert Plambeck schon im Juli abgeschlossen sein.

"Ein Areal voller ungenutzter Chancen"

Parallel zur Einbringung der Spundwand werden auch die Außenanlagen im Bereich des Meinkenkais neugestaltet, sodass im Jahr 2026 zur Eröffnung des Henri-Hotels in den Fischhallen 5 und 6 ein rundum erneuerter erster Bauabschnitt für Gäste und die Bewohner Cuxhavens in Betrieb gehen soll.

Grußworte gab es am Montag von Oberbürgermeister Uwe Santjer, dem noch amtierenden Bundestagsabgeordneten Daniel Schneider und dem Landtagsabgeordneten Oliver Ebken. "Dieser Ort hier mitten in der Stadt, direkt am Wasser, war jahrzehntelang ein Areal voller ungenutzter Chancen. Viele haben darüber gesprochen, manche haben geplant, einige gezweifelt. Aber einer hat daran geglaubt - schon früh, noch bevor es konkret wurde. Und er hat nicht nur daran geglaubt - Norbert Plambeck hat gehandelt", sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Oliver Ebken in seinem Grußwort.

Der Bau der neuen Kaimauer hat begonnen: Von einem Ponton aus werden die Pfähle wasserseitig bis zu 22 Meter tief in den Boden gerammt.
Die Freude war Norbert Plambeck am Montagvormittag ins Gesicht geschrieben. Foto: Larschow
Aufstellung zum Gruppenfoto: Politiker, Investoren und die Verantwortlichen der Baufirmen zeigten sich gleichermaßen erfreut über den gelungenen Startschuss für die Sanierung. Foto: Larschow

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Tim Larschow

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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