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Eine Kegelrobbenmutter mit ihrem Jungtier am Strand – jetzt beginnt die Wurfzeit auf Helgoland. Foto: Rauch
Eine Kegelrobbenmutter mit ihrem Jungtier am Strand – jetzt beginnt die Wurfzeit auf Helgoland. Foto: Rauch
Saison eröffnet

Kegelrobben bringen auf Helgoland ihre Jungen zur Welt - das müssen Touristen wissen

von Redaktion | 07.11.2025 Zuletzt aktualisiert: 04.09.2026 18:19 Uhr

Auf der Helgoländer Düne beginnt die Kegelrobben-Kindergartenzeit: Die Tiere bringen jetzt ihre Jungen zur Welt - und brauchen Ruhe. Warum der Strand dafür perfekt ist und worauf Besucher nun achten müssen.

Auf der Helgoländer Düne hat die Wurfsaison der Kegelrobben begonnen. Die ersten vier Jungtiere seien bereits gesichtet worden, berichteten die Gemeinde Helgoland und der Verein Jordsand. Seit der ersten Kegelrobbengeburt im Winter 1996/97 sei die Geburtenzahl jährlich angestiegen.

In der vergangenen Wintersaison wurden dort zum geburtenstärksten Zeitpunkt 971 Jungtiere gezählt. Die tatsächliche Zahl ist den Angaben zufolge allerdings höher. Zum einen hätten einige Jungtiere zu diesem Zeitpunkt den Ort bereits verlassen. Zum anderen seien auch danach noch Geburten verzeichnet worden.

Helgolands Tourismusdirektorin Katharina Schlicht betonte, "die Kegelrobbenpopulation fühlt sich auf der Düne offensichtlich sehr wohl, und das positive Feedback der Gäste bestätigt, dass wir einen respektvollen Umgang mit der Natur ermöglichen". Besuchende seien begeistert, diese beeindruckenden Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben, ohne sie zu stören.

Die Helgoländer Düne wird im Winter zur Kinderstube der Kegelrobben. Foto: Damaris Buschhaus/Verein Jordsand

Kegelrobben anfangs sehr anfällig für Störungen

Ihren Nachwuchs bringt die Kegelrobbe in den Wintermonaten von November bis Ende Januar zur Welt. Die Wurfzeit ist nach Angaben der Gemeinde und des Vereins Jordsand ein Naturspektakel. Helgoland beherbergt demnach den größten Kegelrobbenbestand in Deutschland.

Die Kegelrobbe gilt als Deutschlands größtes Raubtier. Der Bestand steht unter Naturschutz und wird auf Helgoland im Rahmen eines Kooperationsvertrags durch den Verein Jordsand sowie die Gemeinde Helgoland betreut. Besonders in den ersten Lebenswochen sind die Tiere den Angaben zufolge empfindlich und benötigen eine geschützte Umgebung. Gleichzeitig wollen Touristen die Jungtiere beobachten.

Entlang eines Wintererlebnispfades mit besonderen Aussichtspunkten können Gäste in den Wintermonaten die Düne und den Wurfplatz der Kegelrobben erkunden. 30 Meter Abstand sollen verhindern, dass die Tiere gestresst werden. Jungtiere haben ein weißes Lanugofell, das relativ lang und nicht wasserabweisend ist. Das Wollfell wärmt die kleinen Robben an Land, saugt sich im Wasser jedoch schnell voll. Es erschwert den Tieren das Schwimmen und auch die Wärmeisolation ist dann nicht mehr gegeben. (dpa)

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