Lichtenberg-Gymnasium Cuxhaven: Abschluss der Sanierung rückt erneut in weite Ferne
Was als Fassadensanierung begann, wurde für das Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven zu einer fortwährenden Strapaze. Seit fast zwei Jahren lernen Schüler im Container, während sich Zeitpläne verschieben und ein Ende der Arbeiten nicht absehbar ist.
Was als Fassadensanierung begann, wurde für das Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven zu einer fortwährenden Strapaze. Seit nunmehr fast zwei Jahren ist der Haupttrakt des Lichtenberg-Gymnasiums geräumt. Nachdem zuletzt Asbest gefunden wurde, war klar: Die Fertigstellung rückt in weite Ferne - wie weit, wurde nun im Kreishaus verkündet.
Zu Ostern 2024 bezog die Schule mit mehreren Hundert Schülerinnen und Schülern einen aus 74 Containern bestehenden Modulbau auf dem Jahnplatz - in der Hoffnung, bald in das sanierte Gebäude zurückkehren zu können.
Aus der ursprünglich geplanten Fassadensanierung des Altbaus aus den 1930er-Jahren wurde jedoch rasch eine Komplettsanierung. Immer neue Schäden kamen zum Vorschein. Zunächst war vorgesehen, die Arbeiten bis Herbst 2025 abzuschließen. Diese Zeitplanung wurde jedoch schnell von der Realität eingeholt.
Die Sanierung des denkmalgeschützten Haupttrakts konnte aufgrund immer neuer Herausforderungen und langwieriger Verhandlungen lange Zeit nicht einmal beginnen. Schul- und Baubehörde des Landkreises nahmen daraufhin den August 2026 als neuen Fertigstellungstermin ins Visier. Das Projekt befand sich also bereits deutlich im Verzug, als im Oktober vergangenen Jahres die nächste Hiobsbotschaft folgte: Im Altbau wurde Asbest entdeckt. Das zuletzt anvisierte Fertigstellungsdatum war damit hinfällig.
Im Ausschuss für Hochbau, Straßen, Verkehr und Vergabe im Kreishaus wurden nun aktuelle Informationen zum Stand der Arbeiten sowie ein neuer Zeitplan vorgestellt.
"Wir haben einige Monate verloren"
Der Asbestfund machte eine umfassende Schadstoffsanierung zwingend erforderlich. Zunächst musste jedoch ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden. "Wir mussten zunächst prüfen, wie wir vorgehen und welche Firma die Arbeiten übernehmen kann. Das wurde inzwischen abgestimmt und abgeschlossen. Die beauftragte Firma kann in dieser Woche mit den Arbeiten beginnen", sagte Sascha Wege, Technischer Leiter im Bereich Hochbau.
Seit dieser Woche liegt jetzt auch ein neuer Bauzeitenplan vor. "Dadurch haben wir einige Monate verloren. Hinzu kommt die eigentliche Schadstoffsanierung, die ebenfalls Zeit in Anspruch nimmt. Die Fertigstellung verschiebt sich daher weiter nach hinten", so Wege, der ergänzt: "Der aktuelle Bauzeitenplan sieht derzeit einen Abschluss der Arbeiten im Herbst 2027 vor, sodass wir nach den Herbstferien wieder in Betrieb gehen können."
Der auf dem Jahnplatz errichtete Containertrakt für die Mittelstufe wird somit noch für längere Zeit genutzt werden müssen. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beklagten bereits mehrfach den matschigen Weg zu den Containern und das Fehlen eines Schulhofs. Technik und Klimaanlagen hingegen würden in den Klassenräumen funktionieren.
