Verteidigungsminister Boris Pistorius (hier bei der ersten Landung einer P-8A Poseidon der Marineflieger in Berlin) kommt für einen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern in den Cuxhavener Kurpark. Foto: Soeren Stache/dpa
Verteidigungsminister Boris Pistorius (hier bei der ersten Landung einer P-8A Poseidon der Marineflieger in Berlin) kommt für einen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern in den Cuxhavener Kurpark. Foto: Soeren Stache/dpa
Weichenstellung erwartet

Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht Cuxhaven:  Entscheidung für Altenwalde?

von Maren Reese-Winne | 03.07.2026

Wird aus Gerüchten nun eine handfeste Entscheidung? Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kommt im Juli nach Cuxhaven. Es wird erwartet, dass er sich dort zur Reaktivierung der früheren Alternwalder Kaserne äußern wird.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kommt am Montag, 13. Juli, für einen Wahlkampfauftritt  nach Cuxhaven. Um 16 Uhr wird er zu der öffentlichen Veranstaltung im Kurpark Döse (Einlass ab 15 Uhr) erwartet. Der Besuch markiert den Beginn der heißen Phase des Kommunalwahlkampfs im Bezirk Nord-Niedersachsen.

Pistorius wird sich in einem Statement zum Schwerpunktthema "Sicherheit in unsicheren Zeiten" äußern, um danach gemeinsam mit Uwe Santjer, Oberbürgermeister in Cuxhaven und Vorsitzender des SPD-Bezirks Nord-Niedersachsen, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

So spannend schon der Blick auf die Sicherheitslage in weltpolitisch brisanten Zeiten ist: Die zentrale Frage lautet für Cuxhaven natürlich, ob sich der Verteidigungsminister an diesem Tag zur Reaktivierung der Altenwalder Kaserne äußern wird. Dass die Bundesmarine, die nur wenige Kilometer von Altenwalde entfernt stark am Marinefliegerstandort Nordholz vertreten ist, ein vehementes Interesse an dem Standort bekundet hat, ist seit Monaten bekannt; nicht umsonst führte das Marinefliegerkommando aus Nordholz seinen Neujahrsempfang im Januar dieses Jahres in Altenwalde auf der Standortschießanlage durch.

Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, besucht Cuxhaven. Foto: Marijan Murat / dpa

Marine kann den Start kaum erwarten

Die Marine halte die Altenwalder Flächen für hervorragend geeignet, um hier die Grundausbildung im Rahmen des neuen Wehrdienstes und des Heimatschutzes sowie die Weiterbildung der Reservisten durchzuführen, hieß es unter anderem beim Besuch des Ministerpräsidenten Olaf Lies im März 2026. Außerdem gehe es um weitere Bestandteile der marinespezifischen Ausbildung.

Die Rede war bereits von über 1000 Soldatinnen und Soldaten, die hier fest stationiert werden sollten; hinzu kämen voraussichtlich Hunderte gleichzeitig anwesender Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dem Gelände. Der Rat der Stadt hat sich bekanntlich mit einer einstimmig beschlossenen Resolution zu einer Unterstützung des Vorhabens bekannt.

Von Anfang an als heißer Kandidat gehandelt

Die ehemalige Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Altenwalde zählte von Anfang an zu den heißen Kandidaten, als bekannt wurde, dass das Verteidigungsministerium alle noch nicht verkauften ehemaligen Bundeswehrliegenschaften auf eine mögliche Reaktivierung prüft.

Boris Pistorius gilt nicht nur als einer der beliebtesten Spitzenpolitiker in Deutschland, sondern hat auch immer Berührungspunkte zu Cuxhaven gehabt. Als damaliger niedersächsischer Innenminister entwickelte und unterzeichnete er 2016 den Entschuldungsvertrag für die Stadt Cuxhaven mit.

Cuxhaven liege ihm am Herzen, hat Stephan Weil (hier bei der Unterzeichnung des Entschuldungshilfevertrags mit Innenminister Boris Pistorius und OB Ulrich Getsch) immer wieder betont. Foto: Koppe

Als Bundesverteidigungsminister ist er außerdem oberster Dienstherr für die Nordholzer Marineflieger und bestens mit den dortigen Örtlichkeiten und dem 400-Millionen-Investitionspaket für den Standort vertraut.

Für die rund zweistündige Veranstaltung im Kurpark ist ein offenes Gesprächsformat vorgesehen, bei dem Fragen aus dem Publikum aufgegriffen werden sollen. 

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Maren Reese-Winne

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