Vor Saisonstart der Cuxhavener "Buchtbude": Das ändert sich in der Saison 2023
Die letzten Arbeiten vor der Saisoneröffnung der Strandbar "Buchtbude" in der Grimmershörnbucht in Cuxhaven laufen auf Hochtouren. In dieser Saison wird es Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr geben.
Gastronom Jan Fitter und sein Team sind hoch motiviert, während sie am Donnerstag Aufbauarbeiten ausführen. Der Saisonstart steht kurz bevor: Die "Buchtbude" öffnet ihre Türen erstmals im Jahr 2023 am Sonnabend, 1. April, 10 Uhr. Dann wird sich die Strandbar zwar noch nicht so präsentieren wie in der Hauptsaison, doch es geht los.
"Wir fangen jetzt erst einmal an", sagt Fitter. "Das Angebot wird aber noch nicht so sein wie später in der Saison - also eher eine Soft-Eröffnung." Geöffnet werden soll der Betrieb täglich "je nach Wetterlage von 10 Uhr bis hin zum 'Open End'. Dass es ab und zu tröpfeln wird, die Sonne noch nicht so intensiv scheint, schreckt ja weder uns noch die Cuxhavener und Gäste ab", meint Jan Fitter. Ab Mai gelten dann wieder die normalen Öffnungszeiten von 10 bis 22 Uhr.
Neuerungen in der Saison 2023
Doch was wird in dieser Saison neu sein? "Die Toiletten-Häuschen wurden kernsaniert und es wird in diesem Bereich eine Überraschung optischer Art geben", gibt der Gastronom bekannt. Auch auf der Speisekarte werde es leichte Angleichungen geben. "Nein, es wird keine Pommes geben, um das gleich vorweg zu sagen", betont Jan Fitter. "Aber es gibt eine regionale Currywurst mit Röstbrot und Krautsalat, dazu weitere Salatangebote."
Im vergangenen Jahr hatte die Nachricht, dass es in der Grimmershörnbucht keine Pommes mehr zu kaufen gibt, für reichlich Diskussionen in der Stadt gesorgt. Der Gastronom hatte die Entscheidung mit hohen Preisen für Frittieröle, einer großen Hitzebelastung für seine Mitarbeiter und Umweltaspekten begründet. Fritteusen-Fett verschmutze die Küche und die Teller stark, für den Abwasch müsste ein so genannter Fettabscheider angebaut werden, der das Fett vom Abwasser trennt. "Das ist eine unternehmerische Entscheidung aus guten Gründen", sagte Fitter im vergangenen Jahr.
Uwe Santjer, Oberbürgermeister und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH (NHC), die die Pacht im Januar 2022 nach einer öffentlichen Ausschreibung an Fitter vergeben hat, will die Pommes-Entscheidung nicht beurteilen: "Das muss der Betreiber entscheiden, ob er es anbietet oder nicht."
Regionale saisonale Produkte
Die "Buchtbude" will laut Betreiber Fitter "noch intensiver mit regionalen saisonalen Produkten arbeiten". Erhalten bleibe "Nordische Bruschedda mit frischen Krabben und der so beliebte Leberkäse vom Galloway-Rind".
Generell begrüßt Santjer, dass Fitter eine alternative Speisekarte - mit Gerichten wie karamelliertem Rollmops anbietet - und damit das Angebot am Strand ergänzt. "Wir als Stadt und NHC sind froh, dass wir da vielfältiger aufgestellt sind", betont der Oberbürgermeister. "An der Deich- und Strandlinie kriegst Du alles: ob internationale oder deutsche Küche oder Fastfood. Wir müssen uns davon verabschieden, dass es überall alles gibt." Doch zusammen würden die Gastronomen in Strand-Nähe eine Kulinarik anbieten, sodass "für jeden etwas dabei ist".
Die erste Saison will der NHC-Aufsichtsratsvorsitzende noch nicht bewerten. "Herr Fitter hatte denkbar schwere Voraussetzungen und musste die Buchtbude innerhalb kurzer Zeit gestalten", erinnert Santjer. Erst im Januar war die Entscheidung für das Konzept für Fitter gefallen, der daraufhin seine Gastronomie Mitte Mai eröffnete. Nun stehe für Fitter das erste Jahr an, "in dem er die 'Buchtbude' die ganze Saison nutzen kann". Man müsse dem Betreiber "die Chance geben, dass er einen ganzen Zyklus durchmacht". Anschließend werde sich der Gastronom "selber überlegen, ob es Nachsteuerungsbedarf gibt und es dann mit der NHC besprechen". Zumindest habe Fitter "das eingehalten, was er versprochen hat".
Ein neuer Aperitif
Neben Aperol-Spritz wird es künftig auch den Aperitif "Déjà-Vu" geben. "Da darf man sich überraschen lassen", wirbt Fitter. Seinen Angaben zufolge werden die Sitzmodalitäten verfeinert. Zudem wird es einen Kultur-kulinarischen Kalender geben, der per QR-Code oder Aushang über alle Aktivitäten in der Saison informieren wird.
"Und neben dem Sommerabend am Meer freuen wir uns auf die erste Modenschau in der Bucht", blickt Jan Fitter voraus. Er und sein zwölf-köpfiges Team unter Leitung von Sabrina Brüning wollen dazu beitragen, dass das Gemeinschaftsgefühl in der Bucht noch stärker ausgeprägt wird.
Oberbürgermeister Santjer verrät, dass es Überlegungen zu einer zweiten Gastronomie in der Bucht gebe, da aktuell auf dem Grünstrand in der unmittelbaren Nähe der Kugelbake keine Versorgung angeboten wird. "Aber das muss man sich mittel- oder langfristig überlegen. Kurzfristig sehe ich das nicht."
Von Herwig V. Witthohn und Joscha Kuczorra