Erster Hurtigruten-Besuch in Cuxhaven: OB Santjer und TWG zufrieden
CUXHAVEN. Die erste Anlandung des Hurtigruten-Kreuzfahrtschiffs "Otto Sverdrup" ist Geschichte. Im Anschluss an den Besuch fassen der Oberbürgermeister und die TWG ein Resümee.
Das Kreuzfahrtschiff "Otto Sverdrup" der Reederei Hurtigruten soll ab sofort auf seiner Route an der Küste von Norwegen über Hamburg auch alle zwei Wochen in Cuxhaven vor Anker gehen. Für den ersten Stopp am späten Dienstagabend waren ungefähr drei Stunden eingeplant. Einzige Attraktion des Landgangs waren die Hapag-Hallen. Nachdem die Reederei wegen offenbar moralisch fragwürdigen Gründen für das Anlegemanöver in die Kritik geraten ist, versprechen sich örtliche Vertreter aus Politik und Wirtschaft davon einen Mehrwert für Stadt und Region - auch wenn die "Sehleute" frustriert waren, weil sie hinter dem Zaun am Hafen stehen bleiben mussten.
Zugeschnittenes Programm
"Wir erhoffen uns, dass die Gäste bei ihrem kurzen Stopp einen guten Eindruck von Cuxhaven gewinnen", betont Norbert Plambeck, Vorsitzender der Tourismuswirtschaftsgemeinschaft (TWG) Cuxhaven. Mit den regelmäßigen Anläufen sei es möglich, ein auf die Gäste an Bord zugeschnittenes Programm zu erstellen. Die Passagiere könnten so zukünftig eine größere Rolle für lokale Anbieter aus der Gastronomie, dem Einzelhandel oder für Freizeitangebote spielen, so der TWG-Vorsitzende.
Keine Parkplätze
Da Kreuzfahrtgäste darüber hinaus keinen Autoverkehr verursachen und keine Parkplätze benötigen, stellen sie vor Ort keine Belastung dar. "Sie kommen nur, um zu sehen, erleben und zu konsumieren", erklärt Plambeck. "Anders als alle anderen Gäste sind sie durch unsere Angebote, welche häufig mit dem Bus erreicht werden, gewissermaßen steuerbar. Kreuzfahrtgäste sollten für eine weltoffene Stadt wie Cuxhaven jederzeit willkommen sein."
Die Nachfrage nach Kreuzfahrten nehme mit zunehmender Kontrolle über das Corona-Virus wieder zu und werde sich weiter steigern. Cuxhaven habe außerdem eine lange Kreuzfahrt-Tradition.
"Vielleicht ist dieser Anlauf der Beginn einer Neubelebung", erklärt der TWG-Vorsitzende. Er hoffe auf eine positive Entwicklung der Kreuzfahrtanläufe in Cuxhaven, auch als Sehenswürdigkeit für Urlauber. "Schiffe sind eine der großen Attraktionen in Cuxhaven", so Plambeck. Um sie zu sehen und ganz nah zu erleben, kommen die meisten Gäste an die Küste.
Warme Worte vom OB
Oberbürgermeister Uwe Santjer blickt dem Kreuzfahrttourismus ebenso freudig entgegen. Die Bilanz des ersten Anlegens der "Otto Sverdrup" sei durchweg positiv. "70 der 200 Fahrgäste sind auch zu später Stunde an Land gekommen", betont Santjer. Die TWG habe den ersten Empfang gut organisiert. Während die Reederei die Besuche in Cuxhaven verteidigt und sich gegen die Kritik wehrt, drückte Kapitän Kai Albrigtsen laut Santjer seine Begeisterung für den Empfang mit warmen Worten aus.
"Dies sind lobenswerte Voraussetzungen", fährt er fort. Diese Schiffsanläufe können die Kreuzfahrtgeschichte der Stadt aufleben lassen. Schließlich habe das erste Passagierschiff bereits 1891 den Cuxhavener Hafen verlassen. Santjer: "Ich bin der festen Überzeugung, dass die Passagiere den Besuch in Cuxhaven in guter Erinnerung behalten werden."